Radsport

Hoffen auf die Tour de France: Michel Heßmann vom RSV Unna wird Profi im Team von Tony Martin

Die jahrelange gute Nachwuchsarbeit des RSV Unna zahlt sich aus: Michel Heßmann hat einen Profivertrag erhalten und fährt künftig zusammen mit Tony Martin. Zudem hofft er auf die Tour de France 2022.
Michel Heßmann darf sich nun - nachdem er seinen Profivertrag frisch unterschrieben hat - Hoffnungen auf die Tour de France im kommenden Jahr machen. © imago images/Beautiful Sports

Michel Heßmann, der im RSV-Unna-Trikot mehrere Deutsche Meistertitel und vordere Platzierungen bei Europa- und Weltmeisterschaften in der Jugend- und Juniorenklasse und gerade erst auch in der U23-Klasse errungen hat, war zusammen mit Franziska Koch jahrelang das Aushängeschild des Vereins. Nun hat er das erreicht, auf das der RSV Unna seine Spitzensportler bekanntlich seit Jahrzehnten vorbereitet: auf eine Karriere als Profi-Sportler.

An den großen Rennen des Radsports dürfen nur Sportler innerhalb von Sportgemeinschaften teilnehmen. Bislang schaffte einen Aufstieg in die Welt-Tour-Liga des Radsports nur Charlotte Becker. Selbst Bahn-Weltmeister Lucas Liß startete bei seinem Titelgewinn in einem Team der 2. Liga, so wie derzeit Team-Europameister Justin Wolf.

Mitgliedschaft beim RSV Unna bleibt für Michel Heßmann bestehen

Michel Heßmann unterschrieb in dieser Woche nun einen Vertrag beim World-Tour-Team Jumbo-Visma für die Saison 2022. Er startet dann in einem Team zusammen mit den aktuellen Radsport-Superstars Wout van Aert, Primos Roglic, Jonas Vingegaard oder Tony Martin. Es ist also durchaus möglich, dass Michel Heßmann im nächsten Jahr im Jumbo-Visma-Aufgebot der Tour de France steht.

Heßmann bleibt aber, wie alle anderen Vertragssportler des Vereins auch, Mitglied des RSV Unna und wird auch weiterhin vom Verein betreut und gefördert.

Julius Dräger fährt im Trikot der NRW-Auswahl auf Rang zwei

Auch in den Nachwuchsklassen zeichneten sich erfreuliche Entwicklungen in dieser Woche im RSV Unna ab. In der Schülerklasse U15 startete Tiago Rützenhoff in Frankfurt bei einem Rundstreckenrennen nach Kriteriumsmodus. Alle fünf Runden bekamen die ersten vier Fahrer Punkte. Rützenhoff belegte in allen Wertungsabnahmen den fünften Platz und bekam so keine Punkte. Am Ende reichte es für Platz neun.

Julius Dräger gehört noch der U19-Klasse an. Da in Chemnitz bei einem Zwei- Etappen-Rennen keine U19-Klasse angeboten wurde, startete er mit der Eliteklasse und orientierte sich an seinem älteren Bruder Luca, der auf dem selektiven Rundkurs in Sachsen immer vorne fuhr. Julius blieb stets in seiner Nähe. Nach den beiden Etappen bei Regenwetter und Sonnenschein gab es am Ende für die besten U19-Fahrer im Elitefeld eine eigene Siegerehrung. Da lag Julius Dräger im Trikot der NRW-Auswahl auf Rang zwei und durfte auf das Siegerpodest steigen.

Olympia-Hoffnung ist für zwei RSV-Fahrer immer noch vorhanden

Große Hoffnungen hatte U23 Nationalfahrer Jon Knolle auf seinen Einsatz im Nationalteam beim Etappenrennen L‘Etoile d‘Or in Frankreich gesetzt. Bei allen Etappen war der Unnaer zwar bester Deutscher, in seiner Spezialdisziplin Zeitfahren reichte es aber nur zu Platz 19. So war Jon Knolle mit dem Gesamtergebnis nicht ganz zufrieden, zumal er auch in Richtung Profivertrag schaut.

Am kommenden Wochenende starten einige Sportler in Rosenheim. Die RSV-Mitglieder Justin Wolf und Charlotte Becker warten daheim weiterhin auf einen Anruf aus Tokio, um eventuell als offizielle Ersatzfahrer für die jeweiligen Olympischen Bahnvierer-Wettbewerbe noch nach Japan nachgerufen zu werden.

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