Stephen Hutmacher (r.) spielte nach seiner Zeit in Holzwickede vier Jahre lang für den SSV Mühlhausen. Seit 2019 schnürt er für Sölde die Schuhe. © Schürmann
Fußball

Ex-Mühlhausener Stephen Hutmacher bremst Euphorie beim VfR Sölde: „Müssen auf dem Teppich bleiben“

Mit so einem guten Saisonstart hatten wohl die wenigsten gerechnet. Nach vier Spielen steht der VfR Sölde da, wo der SSV Mühlhausen gerne wäre: an der Tabellenspitze. Ein Ex-Mühlhausener ist mittendrin.

Er machte ein starkes Spiel, war vorne wie hinten präsent und brachte sich auch verbal häufig als Lautsprecher seiner Mannschaft ein: der ehemalige Spieler des SSV Mühlhausen, Stephen Hutmacher, der seine bereits dritte Saison für den VfR Sölde spielt. Gegen den Königsborner SV gewann sein Team verdient mit 2:1 und behauptete somit die Tabellenführung in der Bezirksliga 8.

Hutmacher bei Sölde; so klar war es vor dieser Saison gar nicht, dass er weiterhin die Schuhe für die Dortmunder schnüren würde. Im Sommer gab es Gerüchte, dass er zu seinem Jugendverein nach Lünern zurückkehren würde, wo sein Bruder Kai Hutmacher inzwischen als Spielertrainer die Geschicke leitet.

Wechsel zum SuS Lünern platzte – aus diversen Gründen

Großartig darauf eingehen, warum der Wechsel doch nicht über die Bühne ging, wollte Stephen Hutmacher allerdings nicht. „Das hat diverse Gründe. Da möchte ich auch gar nicht drauf eingehen“, meinte Hutmacher am Rande des Spiels des VfR beim KSV.

Und weiter: „Wir sind eine Riesen-Gemeinschaft dieses Jahr. Die Jungs haben mich auch ein Stück weit unterstützt, dass ich wieder zurückkomme.“

Gegen den KSV war es ein hartes Stück Arbeit, aber ein mehr als verdienter Sieg, sagte Hutmacher: „Wie bei uns als auch bei Königsborn war viel Ehrgeiz drin – mit den Chancen auf unserer Seite. Wir hätten den Sack schon im ersten Durchgang zumachen müssen. Dann kam Königsborn mit einer tollen Moral aus der Pause und schenkt uns kurz vor Schluss noch einen ein. Trotzdem haben wir verdient gewonnen.“

Stephen Hutmacher rechnet fest mit einem weiteren Sieg gegen TSC Kamen

Dass sein Team nach dem Start unangefochten an Tabellenplatz eins stehen würde, damit habe Hutmacher so vor der Saison nicht gerechnet: „Das habe ich ehrlich gesagt nicht gedacht, aber es zeigt die Moral unserer Truppe. Wir müssen weiterhin ruhig bleiben und von Training zu Training weitermachen.“

Nächster Gegner ist der noch sieglose TSC Kamen. Wird ausgerechnet der angeschlagene TSC der erste Stolperstein für den VfR? Wenn es nach Hutmacher geht, nein: „Drei Punkte, denke ich“, so seine Prognose. Wenn es so weitergeht, dürfte der VfR ein ernst zu nehmender Konkurrent werden für die Meisterschaft in der „Acht“. Hutmacher: „Es liegt allein an uns. Wenn wir so weitermachen wie gegen Königsborn und in den letzten Wochen, ist vieles machbar. Aber wir müssen auf dem Teppich bleiben und weiter arbeiten.“

Über den Autor
Volontär
Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
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Marcel Schürmann

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