Die Kreuzung Uhlandstraße/Rückerstraße wird ab dem 15. Februar zum Kreisverkehr umgebaut. © Oliver Volmerich
Lange Planungsgeschichte

Nordstadt-Kreuzung wird zur Baustelle – für umstrittenen Kreisverkehr

Die Planungen sind schon viele Jahre alt. Jetzt beginnt der Umbau einer Kreuzung in der Dortmunder Nordstadt zum Kreisverkehr. Die Maßnahme ist gleich aus mehreren Gründen umstritten.

Eis und Schnee sind verschwunden. Deshalb können nun – mit zwei Wochen Verspätung – die Bauarbeiten für einen Kreisverkehr an der Kreuzung Uhlandstraße/Rückerstraße in der Nordstadt starten. Am Montag (22.2.) geht es los, kündigt das städtische Tiefbauamt an.

Die Verschiebung um zwei Wochen wegen des Winterwetters ist eine Kleinigkeit im Vergleich zur langen Vorgeschichte des Umbaus. Schon 2009 hatte die Bezirksvertretung Innenstadt-Nord im Grundsatz eine Umgestaltung des Kreuzungsbereichs beschlossen.

Zweifel an Kreisverkehr

Es dauerte allerdings vier Jahre bis die Verwaltung konkrete Pläne für einen Kreisverkehr vorlegte. Der wurde 2013 zwar beschlossen, stieß damals aber auf viel Skepsis. Es gab Zweifel an der Notwendigkeit, die Ampelkreuzung durch einen Kreisverkehr zu ersetzen, und an der Verkehrssicherheit etwa mit Blick auf den benachbarten Kindergarten.

Und auch die Kosten sorgten für Ärger. Erst recht, nachdem sich wiederum jahrelang nichts tat und die Politik 2017 eine Kostenerhöhung auf den Tisch bekam.

Innerhalb von vier Jahren hatten sich der Preis für den Kreisverkehr mehr als verdoppelt – von 420.000 Euro auf 880.000 Euro. Jetzt ist – wiederum vier Jahre später – in der Bau-Ankündigung von 890.000 Euro die Rede.

Die Arbeiten sollen laut Tiefbauamt in zwei Abschnitten stattfinden. Während der ersten etwa zwei Monate wird die östliche Kreuzungshälfte umgebaut. Dazu werden die Uhlandstraße in Fahrtrichtung Norden und der östliche Abschnitt der Rückertstraße in Richtung Münsterstraße voll gesperrt.

Umleitungen für Autoverkehr

Anschließend wird dann die westliche Hälfte der Kreuzung umgestaltet. Während dieser Bauphase soll das Befahren der Uhlandstraße in Richtung Norden sowie das Abbiegen aus Süden kommend in Richtung Münsterstraße wieder möglich sein.

Dafür werden dann im Kreuzungsbereich die Uhlandstraße in Fahrtrichtung Süden und für beide Richtungen der westliche Abschnitt der Rückertstraße in oder aus Richtung Schützenstraße voll gesperrt.

Für den Durchgangsverkehr ist eine Umleitung über Mallinckrodtstraße, Münsterstraße und Immermannstraße ausgeschildert. Für Anlieger soll die Erreichbarkeit der Grundstücke während der gesamten Bauzeit gewährleistet sein, teilt die Stadt mit. Fußgänger und Radfahrer würden „sicher an der Baustelle vorbeigeführt“.

Betroffen von den Umleitungen ist auch die Buslinie 412. Die Haltestellen Herderstraße und Hackländerplatz in Richtung Fredenbaum entfallen während der ersten Bauphase, teilt DSW21 mit.

Pro Bauabschnitt sind etwa neun Wochen Bauzeit eingeplant, teilt die Stadt mit. Die Arbeiten werden dann voraussichtlich Ende Juni abgeschlossen sein – nach gut 12 Jahren Planungs- und vier Monaten Bauzeit.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
Zur Autorenseite
Oliver Volmerich

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.