In Scharnhorst musste die Gleiwitzstraße gestern teilweise gesperrt werden, weil eine Bombe entschärft werden musste. © Uwe Brodersen
Blindgänger

Bombenentschärfung in Scharnhorst: Evakuierung lief anders als geplant

Bombenentschärfungen sind nicht selten, aber was am Donnerstag in Scharnhorst passiert ist, war ungewöhnlich und kurios. Der Kampfmittelräumdienst hatte sich vermessen – das hatte Folgen.

Am Donnerstagmittag (18.3.) meldet die Stadt, dass bei Bauarbeiten an der Müchelnstraße in Scharnhorst ein 250-Kilogramm-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden sei. Dieser solle noch am gleichen Tag von Experten entschärft werden.

Fehleinschätzung führte zu größerem Evakuierungsradius

Um 13.45 Uhr sollten eigentlich rund 500 Anwohner und Anwohnerinnen in einem Radius von 250 Metern ihre Wohnungen verlassen. Doch die Evakuierungsmaßnahme startete nicht wie geplant.

Der Grund: Der Kampfmittelräumdienst stellte fest, dass die Bombe schwerer ist, als zunächst angenommen worden war. Schlamm und Wasser, die den Blindgänger teilweise umgaben, führten offenbar zu der Fehleinschätzung. Tatsächlich handelte es sich um eine 500-Kilogramm-Bombe. Der Evakuierungsradius musste in der Folge verdoppelt werden.

Entschärfung gelungen

Daher mussten dreimal so viele Menschen wie ursprünglich geplant ihre Wohnungen verlassen: rund 1500. Die Räumung des Evakuierungsbereichs dauerte von etwa 17.30 Uhr bis etwa 20.30 Uhr. Nach letzten Kontrollen meldete die Stadt dann gegen 21 Uhr den Beginn der Entschärfung.

Die verlief dann wiederum ohne Probleme. Gegen 21.45 Uhr teilte die Stadtverwaltung mit, dass der 500-Kilogramm-Blindgänger erfolgreich von Experten des Kampfmittelräumdienstes der Bezirksregierung Arnsberg entschärft wurde.

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Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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Bastian Pietsch

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