Ist man oben bei den Felsen angekommen, wird man mit einer herrlichen Aussicht belohnt. © Heick
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Wander-Ziel Dörenther Klippen: eindrucksvolle Felsformationen im Tecklenburger Land

Die Dörenther Klippen sind ein Ausflugsziel für die ganze Familie. Wanderer tauchen ein in eine märchenhafte Welt, die sie den Alltag vergessen lässt. Ein perfekter Ort für Entschleunigung.

Die Dörenther Klippen – das sind eindrucksvolle Felsformationen im Tecklenburger Land, die Wanderer-Herzen höher schlagen lassen. Wer gerne in der Natur unterwegs ist, kann dort viele schöne Stunden verbringen.

Das sind die Dörenther Klippen:

Die Dörenther Klippen sind vor rund 140 Millionen Jahren als Sandbänke und Ablagerungen eines urzeitlichen Meeres entstanden. Heute gibt es dieses Meer nicht mehr, aber seine Spuren begeistern die Klippen-Besucher. Hinter jedem Fels gibt‘s etwas Neues zu entdecken.

Was sollte jeder unbedingt sehen?

Ein guter Startpunkt für eine entspannte Erkundungstour ist der Wanderparkplatz „Dörenther Klippen“. Von hier aus geht‘s auf schmalen Wegen leicht bergauf durch einen malerischen Wald, der in manchem Licht gar ein wenig wie ein Märchenwald wirkt.

Die Dörenther Klippen im Tecklenburger Land sind vor rund 140 Millionen Jahren entstanden – und haben heute eine magnetische Wirkung auf Wanderer. Die Wege sind gut ausgeschildert. © Heick © Heick

Die bizarren Sandsteinfelsen, die bis zu 40 Meter verwunschen in die Höhe ragen, bieten viel Raum für Fantasie.

Sie können dank Beschilderung und anderer Wanderer nicht verfehlt werden. Der bekannteste unter ihnen und zugleich ein imposantes Fotomotiv ist das „Hockende Weib“, um das sich eine tragische Sage rankt:

Um das „Hockende Weib“, die bekannteste Felsformation der Dörenther Klippen, rankt sich eine tragische Sage. © Heick © Heick

„In alter Zeit strömten die Fluten des Meeres oft tief ins Land bis an die Berge. In einer Hütte am Fuße der Dörenther Klippen wohnte eine Frau mit ihren Kindern. Als nun die Flut nahte, nahm sie ihre Kinder auf den Arm und trug sie auf den Berg. Mit Entsetzen sah sie, wie das Wasser weiter stieg.

Als es bis an ihre Füße reichte, hockte sie sich hin und befahl den Kindern, auf ihre Schultern zu steigen und fing an zu beten. Als sie sich aufrichten wollte, war sie zu einem Felsblock geworden, der aus den Fluten ragte und die Kinder trug.“

Wer durch den Wald zu den Felsformationen wandert, findet Ruhe, auch wenn die Dörenther Klippen gut besucht sind. © Heick © Heick

Von den Felsen rund um diese ganz besondere Formation bietet sich ein herrlicher Ausblick, eine perfekte Fotokulisse. Nur Höhenangst sollte man hier oben nicht haben. Wem diese Angst fern ist, der sieht in manchem Fels einen Kletterfelsen. Wichtig ist, sich nicht zu überschätzen und instabile Felsen zu meiden.

Zu einer ausgedehnten Wanderung lädt die Teutoschleife Dörenther Klippen. Der ausgeschilderte Rundkurs (Start: Wanderparkplatz) ist 9,3 Kilometer lang.

Der Weg führt bis zu einem Ehrenfriedhof. Am Rastpilz wenige Meter weiter besteht die Möglichkeit, die Wanderung auf 5,8 Kilometer abzukürzen.

Teilweise geht es über Stock und Stein. Wichtig also: geeignete Schuhe anziehen. © Heick © Heick

Schöner ist es jedoch, weiter bis ins Bocketal zu wandern. Es geht bergan zum Hermannsweg – und damit auch zu den Dörenther Klippen.

Familien, denen die Gegend noch nicht märchenhaft genug ist, finden in der Nachbarschaft einen Märchenwald, in dem Figuren per Knopfdruck zum Leben zu erwachen scheinen. Und auch eine Sommerrodelbahn kann getestet werden.

Wo können Reisende übernachten?

Unweit der Dörenther Klippen liegt das Ringhotel Teutoburger Wald. Es befindet sich seit seiner Gründung 1902 in Familienbesitz und punktet heute als modernes 4-Sterne-Haus, das seinen Wurzeln und der Heimat verbunden bleibt.

Auch weitere Hotels, ebenso wie Ferienwohnungen finden sich rund um die nahegelegene Stadt Ibbenbühren. Wer es rustikaler mag, für den ist vielleicht der Campingplatz Dörenther Klippen genau das Richtige.

Wie kommt man hin?

Der Wanderparkplatz an der B 219 ist selten leer, denn die Klippen haben sich zu einem regelrechten Publikumsmagnet gemausert. Dennoch empfiehlt sich eine Anreise mit dem Auto.

Wer mit Bus und Bahn unterwegs ist, wählt die Bushaltestelle „Ibbenbühren, Dörenther Berg”.

www.teutoburgerwald.de

Über die Autorin
Redakteurin für Sonderthemen
Seit 2014 für Lensing Media im Einsatz. Studierte Medienwissenschaftlerin. Immer auf der Suche nach Geschichten, die bewegen. Selten ohne Kamera anzutreffen.
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