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Trendsport Hula-Hoop-Dance: Diese Tricks mit dem Reifen lernen auch Anfänger schnell

Fitness-Workouts mit dem Reifen sind angesagt. Doch das Sportgerät kann noch mehr: Es taugt auch zum Tanzen. Wer schon Fitness-Workouts ausprobiert hat, findet leicht den Einstieg in Hoopdance.
„Beim Hoopdance nutzt man mit der Zeit eher kleinere und leichtere Reifen“, erklärt Trainerin Rosi Völker. © picture alliance/dpa

Ein Mensch, der einen Reifen um die Hüften schwingt: Dieses Bild ploppt bei Vielen vor dem inneren Auge auf, wenn sie an Hula-Hoop denken. Doch das Sportgerät ist weitaus vielfältiger. Der Reifen taugt nicht nur für die derzeit populären Fitness-Workouts, sondern auch zum Tanzen.

Hoopdance nennt sich das Ganze dann. Dabei wird der Reifen oder werden mehrere Reifen auch um Arme, Beine, Brust oder sogar die Nase geschwungen. Durch das Kombinieren verschiedener Tricks entstehen ganze Choreografien.

Hula-Hoop-Reifen für Anfänger

Wer schon einige der Fitness-Workouts mit Reifen ausprobiert hat, der findet leichter den Einstieg in Hoopdance, sagt Rosi Völker. Seit 2013 leitet sie bei einem Sportverein in Hannover eine Hoopdance-Gruppe. Außerdem hat sie sich in diesem Jahr als Hula-Fitnesstrainerin weitergebildet.

Anfängerinnen oder Anfängern beider Sportarten empfiehlt sie einen 25 Millimeter dicken Reifen aus dem Kunststoff Polyethylen (PE). Zur Größe: Er sollte aufgestellt vom Boden bis zum Bauchnabel reichen. Wer etwas mehr Taillenumfang als der Durchschnitt habe, für den eigne sich folgende Faustformel: Den Taillenumfang messen und zehn Zentimeter draufschlagen. Diese Zahl entspricht dem optimalen Umfang des Sportgeräts. „Die richtige Größe des Reifens ist entscheidend, nicht das Gewicht“, erklärt Völker, die in der Hoopdance-Community als „Rosi Peoples“ bekannt ist. Für den nötigen Grip sind die Reifen in der Regel mit Tape umwickelt oder innen angeschliffen.

Der richtige Reifen für Hoopdance

„Beim Hoop Dance nutzt man mit der Zeit eher kleinere und leichtere Reifen“, erklärt die Expertin. Denn: Je kleiner und leichter der Reifen ist, desto weniger schränke er die eigene Bewegung ein. Tricks und Choreografien würden so besser gelingen. Dafür sei es schwieriger, einen leichteren und kleineren Reifen um die Taille zu schwingen.

Auch, wenn Hoopdance nicht so bekannt ist wie Fitness-Training mit dem Reifen: Hoopdance-Workshops gibt es seit einigen Jahren in vielen Großstädten wie Köln, Berlin oder München. Vor der Corona-Pandemie trafen sich Reifenbegeisterte außerdem auf Veranstaltungen wie der „German Hoop Convention“ in Hannover.

Internationale Community unterstützt sich gegenseitig

„Beim Hoopdance gibt es keine Wettkämpfe. Das beschreibt ganz gut, wie die Community drauf ist“, erzählt Trainerin Völker, die selbst an mehr als 50 Workshops und Conventions teilgenommen hat. Es ginge nicht darum, der oder die Beste zu sein. Jeder könne sich neue Tricks ausdenken und mit der internationalen Community online wie offline teilen. Völker hat durch ihren Sport schon Menschen aus England, Finnland, den USA und Israel persönlich getroffen. „Ohne Hooping wäre mir das nicht passiert“, erzählt sie.

Sich gegenseitig beim Lernen neuer Tricks zu unterstützen, sei für die „Hooper“ selbstverständlich. „Der Spaß an der Bewegung, achtsam bei sich zu sein und der Austausch mit anderen stehen bei dieser Sportart im Vordergrund“, sagt die Trainerin. Wohl auch deshalb finden sich bei Youtube zahlreiche Tutorial-Videos. Hier folgt eine Auswahl an Tricks, die auch Anfängerinnen und Anfänger fix lernen können:

1. Trick: Hula-Hoop an der Hand

Neben dem Schwingen um die Hüfte ist das Drehen des Reifens an der Hand der zweite Basis-Trick beim Hula-Hoop. Wichtig ist, auf die Haltung der Hand Acht zu geben. Man hält die Hand nämlich so, als wolle man sie seinem Gegenüber zum Händeschütteln reichen: Finger nach vorne gestreckt und Daumen nach oben. Der Reifen bleibt in der Kuhle zwischen Daumen und Zeigefinger. So hält man ihn unter Kontrolle und er rutscht nicht plötzlich über den Arm gen Schulter.

Wer den Trick sicher an beiden Händen beherrscht, kann probieren, den Reifen von der linken zur rechten Hand und umgekehrt zu wechseln. Auch den Reifen hochwerfen, ihn in der Drehung fangen und anschließend weiter um die Hand schwingen, kann dann geübt werden.

2. Trick: Escalator um den Körper herum

Mit wenig Bewegung und Training viel Eindruck schinden: Dafür ist der Escalator ideal. Durch seine Schnelligkeit sieht der Trick spannend aus. Eigentlich macht der Reifen aber fast alles von alleine, sobald man herausgefunden hat, wie viel Schwung man geben muss. Wichtig ist nur, das Bein zum richtigen Zeitpunkt zu heben und den Reifen am Ende zu fangen.

3. Trick: Die Weave besser draußen üben

Die Weave braucht etwas Platz, auch wenn ihr eine filigrane Bewegung zugrunde liegt. Vor allem kommt bei diesem Trick das Handgelenk zum Einsatz. Wer schon Hand-Hooping kann, dem wird das Lernen der Weave etwas leichter fallen. Dieser Trick funktioniert auch mit zwei Reifen gleichzeitig. Er heißt dann Two Beat Weave.

Wer schon ein etwas fortgeschrittener Hula-Hooper ist, mag sich vielleicht an einem dieser beiden Tricks versuchen:

4. Trick: Wie in der Luft schwebend – Isolation

Bei Isolation-Tricks sieht es so aus, als schwebe der Reifen auf der Stelle in der Luft. Es gibt sie in zahlreichen Variationen. Die einfachste ist die Isolation mit zwei Händen. Am besten übt man sie vor einem Spiegel.

5. Trick: Macht Eindruck – Vortex

Beim Vortex wandert der Reifen horizontal sowie gleichzeitig hoch und runter um den Körper herum.

Er ist eher etwas für Fortgeschrittene: Um den Trick zu lernen, braucht es etwas Geduld.

RND

Der Artikel "Trendsport Hula-Hoop-Dance: Diese Tricks mit dem Reifen lernen auch Anfänger schnell" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland

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