Coronavirus

Studie aus Israel: Biontech-Impfstoff verhindert auch Virusübertragung zu 89,4 Prozent

Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer schützt wohl auch vor der Übertragung des Virus. Studiendaten aus Israel zeigen, dass das Vakzin die Virusübertragung zu 89,4 Prozent verhindert.
Vorbereitete Spritzen mit dem Impfstoff gegen Covid-19 von Biontech/Pfizer liegen in einer Schale in einem sogenannten «rollenden Impfzentrum», das für einen Testlauf in Bannewitz bei Dresden steht. Ab diesem Wochenende werden in drei sächsischen Gemeinden solche Impfzentren zum Einsatz kommen. +++ dpa-Bildfunk +++ © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer schützt Geimpfte nicht nur davor, an Covid-19 zu erkranken, sondern verhindert auch zu 89,4 Prozent, dass diese das Virus an andere übertragen. Das berichtet der „Spiegel“, der sich auf eine mit dem israelischen Gesundheitsministerium durchgeführte Beobachtungsstudie beruft.

Demnach traten in der Gruppe der doppelt Geimpften 1842 Corona-Infektionen auf, in der Kontrollgruppe der Ungeimpften hingegen 76.797. Die Studie soll bald auf einem Preprint-Server und in einem Fachmagazin veröffentlicht werden, schreibt das Nachrichtenportal. Eine Vorabveröffentlichung präsentierte der israelische Journalist Nadav Eyal auf Twitter:

99 Prozent Schutz vor schweren Verläufen

Dem Biontech-Impfstoff spricht das israelische Gesundheitsministerium zudem eine hohe Wirksamkeit zu. Nach der zweiten Impfung verhindere er zu 99 Prozent schwere Krankheitsverläufe oder Todesfälle. Das geht aus Daten hervor, die das Ministerium am Sonntag veröffentlichte. Israel hatte am 19. Dezember begonnen, den Impfstoff zu verabreichen. Die Daten reichen bis zum 13. Februar.

Krankheit zu über 95 Prozent komplett verhindert

So wurde eine Corona-Erkrankung zu 95,8 Prozent verhindert, zu 98 Prozent das Auftreten von Symptomen wie Fieber und Atembeschwerden und zu rund 99 Prozent Krankenhausaufenthalte, schwere Erkrankungen und Tod. Gemessen wurde der Grad der Wirksamkeit des Impfstoffs 14 Tage nach der zweiten Impfung. Das Ministerium verglich die Erkrankungs- und Sterberaten zwischen denen, die geimpft worden waren und jenen, die nicht geimpft wurden.

Rund 4,3 Millionen Menschen in Israel haben Erstimpfung erhalten

Der Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, Professor Chesi Levy, sagte, die Daten zeigten einen signifikanten Rückgang der Krankheits- und Todesfälle. „Wir sind das erste Land der Welt, das die Wirkung des Corona-Impfstoffs in der realen klinischen Welt nachweisen konnte.“

Pfizer empfiehlt einen Impfabstand von drei bis vier Wochen. Frühere Analysen hatten dem Impfstoff eine Wirksamkeit von 95 Prozent hinsichtlich der Verhinderung symptomatischer Infektionen eine Woche nach der zweiten Impfung bescheinigt. Das bedeutet, dass unter den Probanden der geimpften Gruppe 95 Prozent weniger Erkrankungen auftraten als unter denen einer Kontrollgruppe.

Insgesamt wurden in Israel seit dem 19. Dezember rund 4,3 Millionen Erst- und fast drei Millionen Zweitimpfungen verabreicht. Zum Vergleich: Deutschland hat etwa neun mal so viele Einwohner wie Israel. Dort erhielten bislang knapp 3,2 Millionen Menschen eine erste und knapp 1,7 Millionen auch eine zweite Impfung.

RND/lb/dpa

Der Artikel "Studie aus Israel: Biontech-Impfstoff verhindert auch Virusübertragung zu 89,4 Prozent" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland

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