Rezepte

Stockbrot mal anders: Kreative Rezepte und Tipps für den leckeren Lagerfeuerklassiker

Stockbrot oder Knüppelkuchen: Für die heiße Nascherei am Ast gibt es viele Begriffe. Der Teig ist schnell gemacht und die Kinder können mithelfen. Vier Ideen für mehr Abwechslung am Lagerfeuer.
Stockbrot – Der Teigfladen gelingt auch im heimischen Garten. © picture alliance / Rainer Jensen/dpa

Der erste Versuch ging direkt ins Schwarze. Besser gesagt: Das erste Stockbrot wurde bereits nach wenigen Minuten am Feuer kohlrabenschwarz. Der Mut der Mutter sinkt, die Gesichter der Kinder zeigen jede Menge Enttäuschung.

Das erste Mal wollten wir mit den Kindern im Garten Stockbrot machen. Das Frühlingswetter schien dafür passend, die Sonnenstrahlen verführten uns zu einem Spaziergang. Doch dann wurde das Wetter launisch und hat uns mit kaltem Wind und Regenschauern durch Wald und Flur begleitet. Was die Stimmung hoch gehalten hat, war allein die Aussicht auf warmes, frisch gebackenes Brot vom Feuer.

Stöcke müssen für Stockbrot lang genug sein

Dabei haben die Sprösslinge wirklich gut geholfen: Im Wald haben sie Holz gesammelt und dieses dann im Garten nach der Anweisung des Vaters in der Feuerschale geschichtet und entzündet. Und sie haben passende Grillstöcke von Buche, Haselnuss und Weide organisiert.

Etwa einen Meter lang sollten die Stöcke sein, damit die Kinder (und auch die Erwachsenen) nicht zu nah am Feuer stehen müssen. Mit dem Messer haben die Kinder die Rinde von den Stöcken geschält und etwas angespitzt, damit sich das Brot später besser ablösen lässt.

Stockbrotteig wie eine Schlange um den Spieß wickeln

Nun kommt der Teig: Drei Varianten hat die Familie vorbereitet, das geht leicht und schnell. Nun nimmt jedes Kind eine Handvoll Teig, formt es zu einer fingerdicken Schlange und wickelt es fest um den Ast. Und dann ab damit ans Feuer. Die Kinder haben nach dem ersten Fehlversuch schnell gelernt und hüten ihre Brote nun mit Adleraugen.

Tipps: Alufolie um den Stock gewickelt, leitet die Hitze besser, das Brot wird schneller und gleichmäßiger gar. Das Stockbrot ist fertig, wenn es braun ist und sich leicht vom Stock löst. Das Stockbrot nie direkt ins offene Feuer halten, denn so verbrennt es.

Süße Rezeptidee: Stockbrot mit Schokoladenfüllung

Ein süßes Brot kommt bei kleinen Essern immer gut an. Aber einen gezuckerten Nachschlag am Stock schätzen durchaus auch Erwachsene.

Das wird für sechs Stockbrote gebraucht:

Eine Packung Backschokotropfen, 300 Milliliter Milch, 400 Gramm Mehl, 2 EL Zucker, 1 Päckchen Trockenhefe, 1 Päckchen Vanillezucker, ½ TL Zimt

So geht’s:

Milch unter ständigem Rühren in einem Topf erwärmen. Anschließend 2 EL Zucker und ein Päckchen Trockenhefe hinzugeben. Alles miteinander vermengen. In einer separaten Schale 400 g Mehl mit einem Päckchen Vanillezucker und ½ TL Zimt verrühren und dann zur Milch-Hefe-Mischung geben. Schokoladenstückchen in den Teig einarbeiten. Alles zugedeckt für eine Stunde gehen lassen. Dann Teig teilen, zu langen Rollen formen, um den Stock wickeln und für 10–15 Minuten backen.

Deftiges Stockbrot mit mediterranem Teig selber machen

Oregano und Thymian schmecken nicht nur auf Pizza, sondern auch im Brot. Und das selbst dann, wenn die Temperaturen noch nicht mediterran sind.

Das wird für sechs Stockbrote gebraucht:

150 Gramm getrocknete, fein gewürfelte Tomaten, 750 Gramm gesiebtes Weizenmehl, 37½ Gramm frische Hefe, 375 Milliliter lauwarmes Wasser, 1½ TL Meersalz, 1½ TL Oregano, ¾ TL Thymian

So geht’s:

Eine Mulde in die Mitte des Mehls machen und die Hefe hinein bröseln. Die Hefe mit etwas lauwarmem Wasser und dem Mehl verrühren, dann 15 Minuten zugedeckt an einem warmen Ort aufgehen lassen.

Kräuter, Salz und Tomaten hinzugeben und den Teig kneten und noch einmal 20 Minuten gehen lassen. Je eine Handvoll Teig um den Stock wickeln und etwa 15 Minuten unter mehrmaligem Drehen in die Flammen halten.

Es darf auch einfach sein: Stockbrot machen mit TK-Brezelteig

Für eine herzhafte Variante tiefgekühlten Brezelteig auftauen lassen, den Brezelknoten auflösen und den Teigstrang um den Stock legen. Bereits nach kurzer Zeit am Feuer ist er gar bereit für Dips wie Obatzda oder Kräuterbutter. Auch fertiger Blätterteig lässt sich gut am Stock grillen. Mit Schokolade gefüllt, ist es noch leckerer.

Bei Unverträglichkeiten: Stockbrot machen ohne Hefe

Keine Hefe im Haus? Oder jemand aus der Familie hat eine Unverträglichkeit gegen das Gärmittel? Kein Problem: Stockbrotteig lässt sich auch mit Backpulver machen.

Das wird für sechs Stockbrote gebraucht:

800 Gramm Mehl, 2 TL Salz, 4 TL Backpulver, 100 Gramm Fett (Öl, Margarine oder Butter), 440 Milliliter Milch

So geht’s:

Alle Zutaten miteinander verkneten, kurz ruhen lassen und dann den Teig portionsweise um die Stöcke wickeln und ausbacken.

Der Artikel "Stockbrot mal anders: Kreative Rezepte und Tipps für den leckeren Lagerfeuerklassiker" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lesen Sie jetzt