Coronavirus Jens Spahn

Spahn zu Astrazeneca: Spätere Nachimpfung mit anderem Wirkstoff möglich

Bei einer Online-Diskussion mit Bürgern hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn „problemlose“ Nachimpfungen für jene in Aussicht gestellt, die mit dem Astrazeneca-Impfstoff immunisiert wurden.
Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister, nimmt an einem digitalen Town-Hall Meeting im Bundesgesundheitsministerium teil. Bürgerinnen und Bürger konnten ihre Fragen an die Teilnehmenden per Email einreichen. © picture alliance/dpa

Nach einer Immunisierung mit dem Astrazeneca-Impfstoff ist laut Jens Spahn zu einem späteren Zeitpunkt eine Nachimpfung mit einem anderen Wirkstoff denkbar. Das sei „problemlos möglich“, falls etwa am Ende des Jahres alle Impfwilligen geimpft seien und noch Impfstoff verfügbar sei, sagte der CDU-Politiker am Samstag bei einer Fragerunde mit Bürgern.

Die Frage nach einer Nachimpfung mit einem anderen Mittel steht im Raum, weil der Wirkstoff von Astrazeneca eine geringere Wirksamkeit hat als die anderen beiden in der EU zugelassenen Impfstoffe von Moderna und Biontech/Pfizer.

Vor einigen Tagen hatte bereits Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, eine spätere Nachimpfung vorgeschlagen. „Man kann die Immunität, die man mit dem Astrazeneca-Impfstoff ausgelöst hat, ohne Probleme mit einem mRNA-Impfstoff später noch einmal verstärken.“

Spahn sagte bei der Diskussion zudem, Deutschland sei momentan in einer „echt schwierigen Phase“ der Corona-Pandemie. Alle seien nach zwölf Monaten müde. „Ein Kind, das zehn Jahre alt ist, hat jetzt ein Zehntel seines Lebens in der Pandemie verbracht.“ Es sei die Erwartung da, dass es mit gesunkenen Zahlen auch wieder ein Stück rausgehe aus den Beschränkungen. Spahn erwähnte zugleich die Mutationen. Es gebe zurzeit viele Themen. Zuversicht gebe aber das Impfen.

Der Artikel "Spahn zu Astrazeneca: Spätere Nachimpfung mit anderem Wirkstoff möglich" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland

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