Coronavirus

Privilegien für Geimpfte: Auch CDU-Vorsitzkandidat Röttgen ist dafür

CDU-Vorsitzkandidat Norbert Röttgen spricht sich dafür aus, Geimpften in der Pandemie mehr Rechte zu geben. Friedrich Merz teilt diese Meinung – Armin Laschet ist dagegen.
Die drei Kandidaten für den Bundesvorsitz der CDU, Armin Laschet (M.), Friedrich Merz (r.) und Norbert Röttgen (l.), unterscheiden sich auch in ihren Ansichten zu möglichen Privilegien für Geimpfte. © picture alliance/dpa/dpa-pool

Die Vorsitzkandidaten der CDU haben unterschiedliche Meinungen dazu, ob Geimpften mehr Freiheitsrechte zukommen sollen. Norbert Röttgen ist dafür, Geimpften in der Pandemie wieder mehr Rechte zu geben. „Die Einschränkung von Freiheit ist nur gerechtfertigt, so lange die Gefährdung vorliegt“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

„Wenn die Gefährdung nicht mehr da ist durch Impfung, muss die Einschränkung prinzipiell und auch verfassungsrechtlich aufgehoben werden“, sagte Röttgen. Die Einschränkung von Freiheit sei kein Normalzustand. „Die Einschränkung der Freiheit ist der Ausnahmezustand“, sagte er.

Röttgen wies zugleich Kritik am schleppenden Start der Corona-Impfungen in Deutschland zurück. „Ich finde es richtig, dass die deutsche Politik einem Impfnationalismus eine klare Absage erteilt hat“, sagte er den Funke-Zeitungen. Er gehe davon aus, dass im Sommer ein hoher Impfgrad von 60 Prozent oder mehr in Deutschland erreicht werden könne.

Auch Merz für mehr Freiheitsrechte bei Geimpften

Friedrich Merz, ebenfalls CDU-Vorsitzkandidat und Ex-Unionsfraktionschef, hatte sich ähnlich zu möglichen Privilegien für Geimpfte geäußert. „Grundrechte sind Individualrechte, aber keine kollektiven Rechte, die der Staat bei Bedarf allen entzieht und nur allen gleichzeitig zurückgewährt, wenn es die Lage wieder erlaubt“, hatte Merz den Zeitungen der Funke-Mediengruppe gesagt.

NRW-Ministerpräsident und dritter CDU-Vorsitzkandidat Armin Laschet lehnt Privilegien für Geimpfte hingegen ab. Das gelte auch für Menschen, die einsame Angehörige in Krankenhäusern oder Altenheimen besuchen wollten, sagte Laschet der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Es darf keinen Druck zum Impfen geben. Das ist der übergeordnete Satz.“

RND

Der Artikel "Privilegien für Geimpfte: Auch CDU-Vorsitzkandidat Röttgen ist dafür" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland

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