Lockdown-Tipp

Haare selbst schneiden: So gelingt der DIY-Haarschnitt im Corona-Lockdown

Die Friseursalons bleiben wegen des Lockdowns weiterhin geschlossen. Wer in einer haarigen Lage ist und sich selbst die Haare schneiden möchte, sollte einige Dinge berücksichtigen.
Joshua Otto, ein Tischler in der Ausbildung, schneidet sich im Lockdown die Haare selber. Er nutzt dazu einen Staubsauger mit Abstandhalter, um die Haare alle gleich lang zu schneiden. Der Industriestaubsauger ist zwar laut, aber man muss hinterher nicht kehren.... © picture alliance/dpa

So langsam sind wieder „Lockdown-Frisuren“ erkennbar und viele ersehen ihren Lieblingsfriseur herbei: Endlich die langen Zotteln loswerden oder den gut gemeinten Haarschnitt-Versuch des Partners retten. Doch ein wenig müssen wir uns noch gedulden, vorerst gilt der Lockdown bis zum 14. Februar. Und, Hilfe naht: Mit einfachen Tricks und Mitteln lassen sich die Haare auch zu Hause selber schneiden – ohne dass es unansehnlich wird.

Selber schneiden wegen Corona: Friseure raten davon ab

Vorweg: Viele Friseure warnen davor, sich selbst die Haare zu schneiden – ein schlechter Haarschnitt braucht nämlich Zeit zum Rauswachsen; lieber sollte man warten, bis die Salons wieder öffnen dürfen. Deshalb sind alle folgenden Tipps mit dem Hinweis „Anwendung auf eigene Gefahr“ zu verstehen. Wir übernehmen keine Verantwortung für misslungene Ponys oder unzufriedene Kinder.

Haarschnitt zu Hause: Das Werkzeug entscheidet

Natürlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich die Haare selbst zu schneiden, wenn man das unbedingt will. Ist man nicht allein zu Hause, ist es am einfachsten, sich gegenseitig zu helfen. Profis raten im Zweifelsfall sogar dazu, denn den eigenen Kopf sieht man selbst viel zu schlecht. Wer bereits eine Haarschneidemaschine oder einen Rasierer mit entsprechendem Aufsatz besitzt, sollte diese nutzen. Ist keine Maschine vorhanden, sollte nicht zu irgendeiner Schere gegriffen werden.

Professionelle Friseure arbeiten mit speziellen Scheren, die besonders scharf sind, damit die Haare an den Spitzen nicht ausfransen und Spliss bekommen. Nagelscheren sind zur Zweckentfremdung denkbar ungeeignet – Papierscheren hingegen sind auch nur geringfügig besser geeignet, wenn sie scharf sind. Am besten also eine richtige Haarschneide-Schere verwenden. Diese findet man in unterschiedlichen Preisklassen in diversen Shops.

Spitzen selbst schneiden: So geht’s

Generell gilt: Keine komplizierten Schnitte und die Haare im trockenen Zustand schneiden. Bei Kurzhaarfrisuren sollte so wenig wie möglich gemacht werden, weil schon jeder Zentimeter auffällt. Überhaupt sollten die Haare nicht gleich auf die gewünschte Länge gekürzt werden, sondern Stück für Stück.

Am beliebtesten: Spitzen schneiden. Hierbei werden alle Haare ohne Stufen auf die gleiche Länge gebracht. Dafür einfach mit einem Kamm einen Mittelscheitel vom Haaransatz bis zum Nacken ziehen und die Haare in zwei Hälften teilen. Ist man alleine: Die zwei Hälften je nach vorne über die Schultern legen und mit einer Seite beginnen.

Nun sollten die Haare in der gewünschten Länge zwischen Mittel- und Zeigefinger genommen werden, um die Spitzen unterhalb der Finger abzuschneiden. Experten raten: Lediglich die Scherenspitze sollte beim Schnitt zum Einsatz kommen. Diesen Schritt wiederholt man auf der anderen Seite – immer wieder sollte die Länge überprüft werden, damit es symmetrisch bleibt.

Für einen anspruchsvolleren Stufenschnitt sollte man bei Unsicherheit lieber auf den Profi warten – wer sich sicher fühlt, lässt sich am besten durch Video-Tutorials anleiten.

Haarschnitt für Männer: Jeder Zentimeter entscheidet

Bei einem Herrenschnitt sollte rund um die Ohren und am Nacken vorsichtig begonnen werden. Dabei gerade am Nacken die Haare mit einem Kamm nach unten kämmen. Wenige Zentimeter können entscheidend sein für einen ganz neuen Look. Wer in der Quarantäne ganz mutig ist, kann auch mal eine Glatze ausprobieren. Hierbei gilt: sorgfältig arbeiten. Am besten mit einer Haarschneide-Maschine öfter drüber rasieren und im Licht überprüfen, dass nichts übersehen wurde.

Pony schneiden: Besondere Vorsicht geboten

Die Königsdisziplin ist der Pony. Friseure raten jedoch explizit davon ab, diesen selbst zu schneiden. Falls man sich dennoch traut, den Pony etwas zu kürzen oder in Form zu bringen, sollte dies auf keinen Fall mit nassen Haaren geschehen: Denn Haare ziehen sich im trockenen Zustand noch etwas nach oben und werden kürzer.

Zu Beginn ist es wichtig, den Pony von den restlichen Haaren abzuteilen – am besten mit einem Kamm. Dann kommen wieder Mittel- und Zeigefinger zum Einsatz, um den Pony hier zwischen zusammenzunehmen und vorsichtig auszufransen. Dabei sollten die Spitzen lediglich um zwei bis drei Millimeter eingeschnitten werden. Die Schritte wiederholen, bis die gewünschte Länge erreicht ist – wieder gilt, nicht zu viel wegschneiden: kürzen geht immer, verlängern nicht.

Corona-Krise: Lieblings-Friseur unterstützen

Wer seinen lokalen Stamm-Friseur weiterhin unterstützen möchte, kann sich informieren, ob dieser einen Bring-Service oder Online-Shop für Haar- beziehungsweise Kosmetikprodukte anbietet – viele Friseurgeschäfte haben dies im ersten Lockdown bereits angeboten. Auch Terminvereinbarungen für die Zukunft oder der Kauf von Gutscheinen hilft den Friseursalons bei der finanziellen Planung.

Der Artikel "Haare selbst schneiden: So gelingt der DIY-Haarschnitt im Corona-Lockdown" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland

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