Digitalisierung

Deutsche Bahn: Ab 2022 kein Verkauf mehr von Papier-Fahrkarten im Zug

Bisher konnten Fahrgäste im Fernverkehr der Deutschen Bahn auch noch im Zug ein Ticket kaufen. Ab 2022 soll das nur noch digital möglich sein. Dafür ist auch eine Änderung bei der App vorgesehen.
Ab 2022 wird der Fahrkarten-Verkauf im Zug nur noch per App oder Bahn-Website möglich sein. © picture alliance/dpa

Kunden der Deutschen Bahn können vom nächstem Jahr an keine Papier-Fahrkarten mehr in Fernzügen kaufen. Die Möglichkeit falle am 1. Januar 2022 weg, wie das Unternehmen am Dienstag bestätigte. Stattdessen könnten Reisende von April an noch bis zehn Minuten nach Abfahrt eine digitale Fahrkarte über die App oder die Bahn-Website buchen. Dabei werde kein Bordzuschlag fällig.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft hatte auf die aus ihrer Sicht falsche Entscheidung aufmerksam gemacht. „Wir haben immer für ein offenes System plädiert, das Reisenden im Fernverkehr spontan die Möglichkeit eröffnet, den Zug als ideales Verkehrsmittel zu wählen“, betonte die Gewerkschaft.

Gewerkschaft fordert große Informationskampagne

Die Bahn verwies auf die Erweiterung beim Online-Ticket und hob hervor: „Es wird auch weiterhin für spontan Reisende im Fernverkehr die Möglichkeit geben, noch im Zug ein Ticket zu kaufen.“ Nach Bahn-Angaben wurden in den vergangenen Jahren weniger als ein Prozent der Fahrkarten im Zug verkauft. Der Bordzuschlag, der dabei als Aufpreis fällig wird, liegt inzwischen bei 17 Euro. Im Nahverkehr und in der S-Bahn müssen Fahrkarten vor der Fahrt gelöst werden.

Die Gewerkschaft forderte eine breite Informationskampagne über die Änderung. Denn die Gewerkschaft befürchtet Konflikte, wenn ahnungslose Fahrgäste nach dem Stichtag noch beim Zugpersonal nachlösen wollen.

RND

Der Artikel "Deutsche Bahn: Ab 2022 kein Verkauf mehr von Papier-Fahrkarten im Zug" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland

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