Entlang der Wege im Bergpark Wilhelmshöhe zeigen sich immer wieder kleine architektonische Highlights wie die Teufelsbrücke. © André Kaminski
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Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel: UNESCO-Welterbe ist Europas größter Bergpark

Durch eine perfekte Harmonie zwischen Kunst und Natur ist der Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel das ideale Ausflugsziel für Architektur- und Naturfreunde – und völlig zu Recht UNESCO-Welterbe.

Schon als reiner Park mit einem riesigen Baum- und Pflanzenreichtum wäre der Bergpark Wilhelmshöhe eine Reise wert – das Schloss Wilhelmshöhe, die Löwenburg und das über Kassels Grenzen hinaus bekannte Herkules-Denkmal machen ihn aber zu einem ganz besonderen und einzigartigen Ort.

Das ist der Bergpark:

Er entstand zu Beginn des 18. Jahrhunderts und diente bis 1866 den Landgrafen und Kurfürsten, später den Königen und Kaisern als Sommerresidenz.

Die verschiedenen gestalterischen Ideen der Herrscher finden sich bis heute im Landschaftsgarten wieder und machen ihn zu einem beeindruckenden gartenkünstlerischen Mosaik.

Inmitten des Parks zeigen sich immer wieder Burgruinen und weitere Überreste vergangener Tage.
Inmitten des Parks zeigen sich immer wieder Burgruinen und weitere Überreste vergangener Tage. © André Kaminski © André Kaminski

Die UNESCO-Welterbestätte erstreckt sich zwischen dem Schloss Wilhelmshöhe und der Statue des Herkules auf einer Fläche von rund sechs Quadratkilometern.

Was sollte jeder unbedingt sehen?

Ein Tag im Bergpark sollte dem Motto folgen: Der Weg ist das Ziel. Naturliebhaber können auf den Wegen in der barocken Anlage wunderbar entschleunigen, durchatmen und sich treiben lassen.

Die zahlreichen kleinen und großen architektonischen Highlights kommen dann von ganz alleine zum Vorschein.

Bereits von den Zwischenebenen des Bergparks hat man einen wunderbaren Blick auf das Schloss Wilhelmshöhe am Fuße der Anlage. Im Hintergrund zeigt sich die Stadt Kassel mit einer der wichtigsten Verkehrsadern.
Bereits von den Zwischenebenen des Bergparks hat man einen wunderbaren Blick auf das Schloss Wilhelmshöhe am Fuße der Anlage. Im Hintergrund zeigt sich die Stadt Kassel mit einer der wichtigsten Verkehrsadern. © André Kaminski © André Kaminski

Den Start bildet das klassizistische Schloss Wilhelmshöhe, das im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört und zwischen 1968 und 1974 wiederaufgebaut wurde.

Heute befinden sich dort mehrere Museen und Sammlungen, darunter die Gemäldegalerie „Alte Meister“. Rund 500 Gemälde auf drei Etagen zeigen den Besuchern einen Querschnitt der europäischen Malerei, von der Spätgotik bis zum Klassizismus.

Noch malerischer zeigt sich die Löwenburg innerhalb des Bergparks, die sich im Gewand einer romantischen Ritterburg präsentiert. Erbaut wurde sie jedoch nicht im Mittelalter, sondern zwischen 1793 und 1801. Sie diente folglich auch nie als Festung, sondern als Lust- und Landschloss des Landgrafen Wilhelm IX. von Hessen-Kassel.

Die malerische Löwenburg zeigt sich im Gewand einer romantischen Ritterburg.
Die malerische Löwenburg zeigt sich im Gewand einer romantischen Ritterburg. © André Kaminski © André Kaminski

Im Inneren befinden sich fürstliche Wohnräume mit prunkvoller Ausstattung. Und auch der Außenbereich folgt mit einem Burggarten, einem Weinberg, einem Turnierplatz und einem Tiergarten dem Konzept einer mittelalterlichen Burg.

Bäche und Wasserfälle – hier an der Teufelsbrücke – ziehen sich durch den gesamten Park.
Bäche und Wasserfälle – hier an der Teufelsbrücke – ziehen sich durch den gesamten Park. © André Kaminski © André Kaminski

Ein weiteres Highlight ist zugleich das Wahrzeichen Kassels und bildet den krönenden Abschluss des Bergparks. Seit 1717 thront auf dem Gipfel des Karlsbergs auf einer Höhe von 530 Metern die Herkules-Statue über der Stadt.

Wunderschöner Blick über Kassel

Von der Aussichtsplattform genießen Besucher nicht nur eine herrliche Sicht auf die gesamte Parkanlage, sondern auch ein beeindruckendes Panorama der hessischen Großstadt. Und bei gutem Wetter zeigen sich sogar die angrenzenden Mittelgebirge vom Harz bis zur Rhön.

Wo können Reisende übernachten?

Wer in der Nähe übernachten möchte, findet eine Unterkunft im 4-Sterne-Schlosshotel „Bad Wilhelmshöhe“. Alternativen in der Stadt sind etwa die Hotels „Schweizer Hof“ und „Palmenbad“.

Alle drei Hotels bieten bei Buchungen eine kostenlose ÖPNV-Nutzung sowie günstigere Eintritte. Mehr Infos gibt es auf den Websites der Hotels.

Wie kommt man hin?

Die Fahrt nach Kassel ist denkbar unkompliziert – sowohl mit dem Auto als auch mit der Bahn.

Für die eigene Anreise mit dem Pkw nimmt man ab Dortmund die A44 bis zur Ausfahrt Kassel-Bad Wilhelmshöhe. Anschließend geht es noch ein paar wenige Kilometer weiter bis zum „Parkplatz Wilhelmshöhe“. Von dort erreicht man fußläufig das Schloss Wilhelmshöhe.

Für eine Anfahrt mit der Bahn aus dem Ruhrgebiet nimmt man den RE11 bis Kassel-Wilhelmshöhe, ab dort geht es mit der RegioTram weiter zur Haltestelle Wilhelmshöhe (Park)“.

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