Coronavirus

Berechnung: Alle Coronaviren der Welt passen in eine Getränkedose

Wie groß ist das Gesamtvolumen von Sars-CoV-2 in der Welt? Dieser Frage ist ein Mathematiker nachgegangen. Sein Ergebnis rückt die Entwicklung der Corona-Pandemie noch mal in ein anderes Licht.
Alle Coronaviren weltweit würden Platz in einer Getränkedose haben. © picture alliance/dpa/Europa Press

Coronaviren sind so klein, dass sie für das menschliche Auge unsichtbar sind. Wissenschaftler beziffern ihren Durchmesser mit 80 bis 140 Nanometern – das entspricht umgerechnet 0,00008 bis 0,00014 Millimetern. „Der Radius von Sars-CoV-2 ist etwa 1000-mal dünner als ein menschliches Haar“, weiß Kit Yates.

Der Mathematiker von der britischen University of Bath hatte im Auftrag der BBC Radio 4 Show „More or Less“ berechnet, wie groß das Gesamtvolumen von Sars-CoV-2 in der Welt ist. Sein Ergebnis: Alle Coronaviren, die derzeit in der Welt zirkulieren, passen in ein Volumen von rund 160 Millilitern. Das bedeutet, theoretisch hätten sie sogar Platz in einer Getränkedose.

Rund zwei Trillionen Coronaviren gibt es zurzeit

Um abzuschätzen, wie viele Coronaviren es aktuell gibt, hat sich Yates an der Viruslast orientiert. Die Viruslast beschreibt die Anzahl von Viruspartikeln im Blut eines infizierten Patienten. „Man geht davon aus, dass die Viruslast durchschnittlich etwa sechs Tage nach der Infektion ansteigt, ihren Höhepunkt erreicht und danach stetig abnimmt“, schreibt der Mathematiker in seinem Beitrag auf der Internetplattform „The Conversation“. Wissenschaftliche Untersuchungen gehen davon aus, dass sich zum Höhepunkt der Viruslast zwischen einer und hundert Milliarden Coronavirus-Kopien im Körper befinden.

Würden sich durchschnittlich drei Millionen Menschen pro Tag mit Sars-CoV-2 infizieren, wovon Berechnungen des Institutes for Health Metrics and Evaluations ausgehen, dann gebe es bei den aktuellen Infektionszahlen weltweit rund zwei Trillionen (oder auch 2.000.000.000.000.000.000) Coronaviren. „Diese Zahl entspricht in etwa der Anzahl der Sandkörner auf unserem Planeten“, so Yates.

Bei Anordnung der Viren würden Hohlräume entstehen

Ihre geringe Größe macht es möglich, dass die Viruspartikel nur ein Volumen von rund 160 Millilitern ausfüllen. Der britische Mathematiker weist jedoch darauf hin, dass sich kugelförmige Viren nicht perfekt zusammenfügen lassen, wenn man sie an einem Ort zusammenbringen würde. Es entstünden Hohlräume wie bei einem Berg aus Äpfeln oder Orangen.

„Es ist erstaunlich, wenn man bedenkt, dass all die Probleme, die Not und der Verlust von Menschenleben, die im vergangenen Jahr verursacht wurden, nur ein paar Schluck von dem sein könnte, was zweifellos das schlimmste Getränk der Geschichte wäre“, so Yates.

RND

Der Artikel "Berechnung: Alle Coronaviren der Welt passen in eine Getränkedose" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland

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