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Migräne und Co.

Westfalen-Lippe plagt der Kopfschmerz

Es sticht und hämmert im Kopf: Von der Volkskrankheit Kopfschmerzen sind etwa 54 Millionen Bundesbürger betroffen. Die Beschwerden sollten ernst genommen werden.
Damit Schmerzen nicht chronisch werden ist es wichtig, akute Schmerzen richtig zu behandeln. © AOK/hfr.

Ein Alltag mit Kopfschmerzen kann zur Qual werden. Besonders bei Kindern und jungen Erwachsenen steigt die Zahl der Betroffenen. „Häufig werden Kopfschmerzen nicht richtig ernst genommen. Viele Betroffene greifen vorschnell zu Medikamenten anstatt sich aktiv mit der Krankheit auseinanderzusetzen und eine qualifizierte Diagnose erstellen zu lassen“, sagt AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann.

Kopfschmerzen begünstigen Teufelskreis

Werden regelmäßig Schmerzmittel eingenommen, geraten die Patienten oft in einen Teufelskreis. Denn was viele nicht wissen: Die meisten Schmerzmittel schaden nicht nur Nieren und Leber, sondern können regelmäßig angewandt ebenfalls zu chronischen Kopfschmerzen führen. Für manche Betroffene kann ein Alltag mit Kopfschmerzen sogar so weit führen, dass Menschen deshalb ins Krankenhaus müssen.

Allein in Nordrhein-Westfalen mussten im Jahr 2019 insgesamt 19.685 Menschen wegen Kopfschmerzen oder Migräne in Kliniken stationär behandelt werden.

Inzwischen gibt es rund 250 verschiedene Kopfschmerzarten. Auch Migräne gehört zu den Kopfschmerzen. Menschen mit Migräne sind durch ihre Krankheit im Alltag besonders eingeschränkt. Der meist starke, einseitige, klopfende bis pulsierende Kopfschmerz hält vier bis 72 Stunden an. Meist wird Migräne von mindestens einem weiteren Symptom wie Überempfindlichkeit gegen Geräusche, Licht oder Gerüche sowie Übelkeit und Erbrechen begleitet.

Erschreckend ist, dass auch immer mehr Kinder und Jugendliche betroffen sind. Verantwortlich dafür ist die Veränderung der Lebensumstände der Kinder in den letzten Jahren: Sie stehen häufiger unter Stress, sitzen vermehrt vor dem Bildschirm oder PC – weiter verstärkt durch das Homeschooling in Corona-Zeiten –und bewegen sich weniger.

Den Auslöser finden

„Wichtig ist, die Auslöser des Kopfschmerzes ausfindig zu machen“, so Ackermann. Wenn es gelingt, diese zu vermeiden, sei oft schon viel gewonnen. Dabei kann das Führen eines Kopfschmerztagebuches helfen. Treten Schmerzen regelmäßig auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Für die vorbeugende Behandlung von Migräne und anderen Kopfschmerzen eignen sich Entspannungsübungen. Kursangebote rund um das Thema Entspannung finden Betroffene auch im AOK-Kursprogramm, das im Internet abrufbar ist unter: aok.de/nw

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