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Am 30. Juni von 14 bis 16 Uhr

Telefonsprechstunde: Alles zu urologischen Erkrankungen

Dr. Björn Haben vom Ahauser St. Marien-Krankenhaus beantwortet die Fragen der Leser/innen zu diesem hochsensiblen Thema.
Ein aufklärendes und vertrauensvollees Gespräch mit den Experten aus der Ahauser Klinik für Urologie ist ein wichtiger Tei der Behandlung, insbesondere bei Krebserkrankungenen.

Etwa jeder zweite Mensch in Deutschland erkrankt im Laufe seines Lebens an Krebs. Rund ein Viertel dieser bösartigen Tumore treten im männlichen und weiblichen Harntrakt beziehungsweise an den Genitalien auf.

Der Urologe ist somit der wichtigste Ansprechpartner für die Diagnosestellung und Therapiesteuerung dieser Krebserkrankungen.

„Durch frühzeitige Erkennung und verbesserte sowohl diagnostische als auch therapeutische Verfahren konnte die Heilungsrate aller urologischen Krebserkrankungen in den vergangenen Jahrzehnten entscheidend verbessert werden“, erklärt Dr. Björn Haben, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie im St. Marien-Krankenhaus Ahaus.

Er betont, dass Vorsorge-Untersuchungen in bestimmten Altersgruppen keineswegs überflüssige Termine sind, sondern oft eine entscheidende Richtung für die weitere Lebensqualität der Patienten vorgeben.

Vorsorge entscheidend

Krebsfrüherkennungsuntersuchungen haben das Ziel, Tumore möglichst in frühen Stadien ihrer Entwicklung aufzuspüren. Frühe Stadien lassen sich nämlich meist erfolgreicher und auch schonender behandeln als späte Stadien, in denen möglicherweise sogar schon Tochtergeschwülste (Metastasen) entstanden sind.

Der Experte Dr. Haben, der seit 2008 Chefarzt in Ahaus ist, spricht aus jahrelanger Erfahrung und kennt die Tücken der urologischen Krebserkrankungen. Einige Symptome und Vorboten sind schmerzfrei und zum Beispiel mit vermeintlich harmlosen Blutungen oder Vergrößerungen verbunden. Was sich genau dahinter verbirgt, kann nur der Arzt feststellen und im akuten Verdachtsfall weiter an den Spezialisten überweisen.

Für viele Männer ist es zum Beispiel immer noch ein hochsensibles Thema, dem „Mann“ sich aber rechtzeitig widmen sollte: Die Prostata bereitet mit zunehmendem Alter häufig Probleme.

Prostatakrebs ist mit etwa 65.000 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Krebserkrankung bei Männern und die dritthäufigste krebsbedingte Todesursache.

Wichtig: Von den gesetzlichen Krankenkassen wird Männern im Alter von über 45 Jahren eine kostenlose Prostatakrebsfrüherkennung angeboten, allerdings leider ohne die Laborbestimmung des „PSA“-Wertes, der entscheidende Hinweise für das Vorliegen eines Prostatakarzinoms geben kann.

Die Zahl der Neuerkrankungen bei Nierenkrebs steigt seit Jahren an; dies ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass Nierentumore durch die verbesserte und fast überall eingesetzte Ultraschalltechnik früher entdeckt werden. Bei bis zu 25 Prozent der Betroffenen mit Nierenkrebs ist die Erkrankung zum Zeitpunkt der Diagnose aber bereits fortgeschritten (metastasiert).

Patienten sensibilisieren

Harnblasenkrebs ist eine eher seltene Krebserkrankung. Männer sind dabei fast doppelt so häufig betroffen wie Frauen. Das Tückische an der Erkrankung: Häufig wird die Diagnose erst in einem späten Stadium gestellt, da sich der Tumor in der Blase lange Zeit kaum bemerkbar macht.

Hodenkrebs ist auch eine eher seltene Krebserkrankung. Allerdings ist er die häufigste Krebsart bei jungen Männern zwischen 25 und 45 Jahren. Früh erkannt, sind die Heilungschancen sehr gut.

„Insgesamt wird es immer wichtiger, dass die Patienten sensibilisiert sind und selbst Verantwortung für ihre eigene Gesundheit übernehmen“, richtet Dr. Björn Haben einen Appell an jeden einzelnen.

„Der Körper sendet häufig Warnzeichen. Mit Beschwerden wie Schmerzen beim Wasserlassen oder Blut im Urin sollten man zum Arzt gehen. Ab einem gewissen Alter ist vor allem für Männer ein regelmäßiger Besuch beim Urologen sinnvoll – nicht nur für die Prostatavorsorge“, ergänzt der Urologe. Werden Blasen- oder Prostatakrebs in einem frühen Stadium entdeckt, sind die Heilungschancen meistens gut.

Sie haben weitere Fragen zum Thema? Dann heißt es für Sie „Frag doch mal den Arzt“ und rufen Dr. Björn Haben an. Am Mittwoch, 30. Juni, zwischen 14 und 16 Uhr unter der Telefonnummer (02561) 99 10 59.


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