Geschäftsführer Josef Ingenhorst im neuen Lagerraum für sein Verpackungsservice-Unternehmen. Um 300 Quadratmeter hat er das Unternehmen nach dem Umzug in die ehemaligen Deelmann Hallen nun erweitert. Die Decke wird noch hergerichtet – erstmal ist die Firma froh über Lagerfläche. © Anne Winter-Weckenbrock
Verpackungsservice Ingenhorst

Wie die Firma Ingenhorst mit Glück im Unglück den Neustart hinbekam

Es war Muttertag, als sein Verpackungsunternehmen abbrannte. Und Vatertag, als Josef Ingenhorst sich die alten Deelmann-Hallen als neuen Standort anschaute. 2020 endet zumindest versöhnlich.

Das Jahr 2020 ist in der Firmengeschichte von Verpackungsservice Ingenhorst ein besonderes. Seit 20 Jahren gab es das Unternehmen an der Straße „Haus Volmering“ – bis zum 10. Mai. Da gingen Produktions- und Lagerhallen in Flammen auf. Der Unternehmer stand vor den Trümmern seiner Existenz. Aber Aufgeben kam nicht in Frage.

Server mit Kundendaten war unbeschadet geblieben

Denn etwas sehr Wichtiges hatte den Brand überstanden: Der Server mit sämtlichen Kundendaten. Dieser hatte zum Glück ganz oben im Serverschrank gestanden, weder Feuer noch Löschwasser waren ihm nahe gekommen. „Und wir haben alle Kunden behalten können“, betont Prokuristin Andrea Lüdiger.

„Am Muttertag hat es gebrannt, den Termin werden wir nicht vergessen“, sagt Geschäftsführer Josef Ingenhorst, und Andrea Lüdiger nickt. Aber ebenso wenig den Vatertag: Da besichtigten sie die ehemaligen Deelmann-Hallen. Das Platzangebot passte, es gab sogar noch Optionen für eine Erweiterung.

Und diese Karte hat Verpackungsservice Ingenhorst jetzt gezogen. Nach reiflicher Überlegung. „Wir sind erst einmal umgezogen, haben geguckt, wo wir was unterbringen“, erzählt Andrea Lüdiger von den ersten Monaten. Ein Packraum und eine Produktionshalle wurde, eingerichtet, ein Lager im Obergeschoss.

Um 300 Quadratmeter gewachsen

„Als wir gesehen haben, der Platz reicht nicht mehr, haben wir mit dem Eigentümer gesprochen“, erzählt Josef Ingehorst. Und seit einigen Wochen ist die Unternehmensfläche um 300 Quadratmeter gewachsen, um einen kompletten Lagerraum.

Rund 15 Mitarbeiter sind nach wie vor angestellt in dem Unternehmen, das vorwiegend verpackt und abfüllt, zum Beispiel Flüssigkeiten wie Desinfektionsmittel, Farbe oder Bodenöl. Aber auch Kappensysteme für Sockelleisten werden auf Werkzeugen der Firma Ingenhorst produziert, dann verpackt und gelangen von dort in den Handel.

Neustart für die Firma Ingenhorst mit Glück im Unglück

Josef Ingenhorst und Andrea Lüdiger sind froh, dass das Unternehmen das Jahr gut überstanden hat. Es sei ein glücklicher Umstand gewesen, dass mit den ehemaligen Deelmann-Hallen schon nach wenigen Wochen ein neuer Standort in Beschlag genommen werden konnte. „Wir hätten auch gerne am alten Standort weitergemacht, da waren wir auch sehr glücklich“, betont Josef Ingenhorst aber. Der Schock und die schlaflosen Wochen stecken ihm noch in den Knochen.

Und das alles im Jahr der Corona-Pandemie. Arbeitstechnisch habe Corona dem Betrieb nicht zugesetzt, aber die Zulieferung sei schwierig gewesen. Josef Ingenhorst erzählt, dass aus China aktuell kaum noch Ware komme: „Es gibt keine Container mehr. Das könnte einen Engpass im nächsten Jahr geben.“

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Anne Winter-Weckenbrock

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