Viel Platz für Skulpturen

Oeding Legt man die uralte Unterteilung der Menschen in Jäger und Sammler zu Grunde, dann hat Josef Lütkenhorst von letzterer Kategorie zweifellos ein paar Gene mehr mitbekommen.

25.07.2008, 16:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Josef Lütkenhorst und sein Enkel Timo im Garten des Oedingers: Mit viel Liebe zum Detail hat er dort zahlreiche Figuren aus Granit arrangiert. MLZ-Fotos (4) Beining</p>

<p>Josef Lütkenhorst und sein Enkel Timo im Garten des Oedingers: Mit viel Liebe zum Detail hat er dort zahlreiche Figuren aus Granit arrangiert. MLZ-Fotos (4) Beining</p>

Manche Sammler beschränken sich auf bestimmte Gebiete oder Themen - vermutlich aus Platzgründen oder um den Überblick nicht zu verlieren. Josef Lütkenhorst, seine Frau Irmgard und Sohn Klaus scheinen allerdings Sammler aus Passion zu sein. Sie können sich das auch erlauben: Das Grundstück an der kleinen Stichstraße "Auf dem Rott" lässt allein schon vom verfügbaren Platz her die vielfältigsten Sammel-Aktivitäten zu. Sichtbarster Ausdruck dafür ist der umfangreiche Steingarten - der allein mit diesem Wort eher unzureichend beschrieben ist.

Was der Seniorchef einer Speditionsfirma dort im Laufe der vergangenen acht Jahre zusammengetragen hat, ist von Anzahl und Dimension kaum mit anderen Gartenanlagen vergleichbar: exotische Tiere, aus dem vollen Granit gehauen, steinerne Lampen aus dem selben Material, tonnenschwere Granitkugeln, behauene Platten, Skulpturen aller Formen und Größen. Und Findlinge in allen Größen und Steinsorten. Dazwischen die Pflanzen: Bodendecker, kleine bunte Beete und Reihen, winterharte Gewächse, die allerdings nicht die "erste Geige" spielen.

Zufall am Anfang

Aus China kommen die granitenen Skulpturen. Der Anfang war Zufall: "Vor acht Jahren bekamen wir mal einen Container aus China zurück", erzählt Josef Lütkenhorst, "und darin steckte so ein Elefant aus Granit." Und der gefiel dem Unternehmer derart gut, dass er sich dahinter klemmte und den Ursprung des steinernen Rüs-seltiers herausfand. Danach sei alles ganz klar gewesen, berichtet Lütkenhorst weiter: "Seither bestelle ich von den Herstellern in China, was ich haben möchte." Mehr als eine Woche dauert die Herstellung einer Granitskulptur. Und ist irgendwann mal Schluss? Josef Lütkenhorst und Sohn Klaus, der noch mit Vater BMW-Motorräder sammelt und eine ganze Reihe alter Trecker sein Eigen nennt, grinsen vielsagend: "Wieso Schluss? Das macht doch Spaß."

Prima klettern

Enkel Timo sieht das ganze eher praktisch. Auf den dicken Granitkugeln kann man prima herumklettern. Ob er auch ein paar mehr von diesen Sammler-Genen abbekommen hat? geo

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