Vertrag unterschrieben: Südlohn ist ein Stückchen geschrumpft

dzGebietsänderung

Mitten durch die Häuserzeile an der Hedwigstraße verlief die Gemeindegrenze zwischen Oeding und Burlo. Das ist jetzt Geschichte. Die Bürgermeister haben einen entsprechenden Vertrag unterschrieben.

Südlohn

, 30.06.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jetzt ist der Vertrag unterschrieben: Die Gemeinde Südlohn hat ein Stück ihres Gemeindegebietes an die Stadt Borken abgegeben. Die Rede ist von dem Gebiet an der Hedwigstraße. Dort durchschnitt die Gemeindegrenze den nördlichen Teil der Häuser.

Südlohns Bürgermeister Christian Vedder und seine Borkener Kollegin Mechtild Schulze Hessing haben jetzt den Gebietsänderungsvertrag im Heimathaus in Burlo unterschrieben. Bereits Anfang des Jahres hatten die Räte den Weg dafür frei gemacht: Sie hatten jeweils gleichlautende Beschlüsse zur weiteren Durchführung gefasst.

Anwohner standen Anpassung positiv gegenüber

Die befragten Anwohner standen der Gebietsanpassung insgesamt ebenfalls sehr positiv gegenüber. Am 25. Juni trafen sich nun Borkens Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing und Südlohns Bürgermeister Christian Vedder an einer ganz besonderen Stelle, um diesen Vertrag zu unterzeichnen. Darüber berichtet die Stadt Borken in einer Pressemitteilung.

Jetzt lesen

Da es um den Vertrag zur Anpassung der Gemeindegrenzen zwischen der Gemeinde Südlohn und der Stadt Borken ging, bot sich das neue Heimathaus des Heimatvereins Burlo-Borkenwirthe in Burlo an. Das denkmalgeschützte Fachwerk-Bauernhaus aus dem 18. Jahrhundert (1796) stand vorher in Oeding und wurde vom Heimatverein Burlo-Borkenwirthe mit Zuschüssen der Stadt Borken auf Basis der historischen Substanz aufgebaut bzw. neu errichtet.

Thema beschäftigte die Politik seit einiger Zeit

Der Verlauf der kommunalen Grenzen zwischen Südlohn und Borken hatte in der Vergangenheit mehrfach die Räte beschäftigt. Im Zuge einer vertrauensvollen und konstruktiven Zusammenarbeit wurde das Thema Gebietsanpassung, welches seinerzeit nicht umgesetzt werden konnte, gemeinsam neu aufgegriffen und nun vertraglich geregelt.

Jetzt lesen

Im Vordergrund stand dabei die Situation auf Burloer Seite, besonders an der Hedwigstraße. Die Gemeindegrenze durchschnitt dort im nördlichen Bereich die Bauzeile. Dadurch wurde die Entwicklung dort gleich doppelt erschwert: sowohl städtebaulich als auch was die Erschließung angeht.

Vertrag muss noch genehmigt werden

Laut Gemeindeordnung muss der Gebietsänderungsvertrag noch durch die Aufsichtsbehörde genehmigt werden. Sobald das erledigt ist und es auch mit Blick auf die Vorgaben zum Coronavirus möglich ist, will die Stadt Borken „ihre Neubürger“ angemessen begrüßen, heißt es.

Für die Anwohner dort ändert sich abgesehen von ihrer Anschrift auf dem Personalausweis nur wenig. Schon in der Vergangenheit hatte es viele Lösungen auf dem „kleinen Dienstweg“ gegeben: So gingen die Kinder bereits in Burlo zur Schule oder die Müllabfuhr wurde von der Stadt Borken organisiert.

Lesen Sie jetzt