UWG will wieder mehr sachliche Politik und die CDU-Mehrheit knacken

dzKommunalwahl 2020

Die UWG sagt dem Hin und Her den Kampf an und will zurück zu einer sachlichen Politik. Fünf Sitze wollen die Unabhängigen Wähler im Rat mindestens – und auch die CDU-Mehrheit knacken.

Südlohn

, 21.06.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die UWG Südlohn-Oeding möchte zurück zu sachlicher und konstruktiver Arbeit im Rat und seinen Ausschüssen. Das ist das oberste Ziel, das die Wählergruppe am Sonntag zusammen mit ihrem Wahlprogramm formuliert hat. „Die Zusammenarbeit zwischen Rat und Verwaltung soll von einer direkteren Kommunikation geprägt sein und die politische Ausschussarbeit soll intensiviert werden“, erklärt die UWG zusammen mit dem parteilosen Bürgermeisterkandidaten Werner Stödtke.

Entscheidungen treffen, statt vertagen

Dazu gehöre auch, Entscheidungen zu treffen statt sie immer weiter zu vertagen oder die Verwaltung mit immer neuen Prüfaufträgen zu binden. Bestes Beispiel sei das angedachte Kulturbürgerhaus. „Ohne eine 80-prozentige Förderung können wir uns das Projekt nicht vorstellen“, sagt die Schriftführerin der UWG Hiltrud Averkamp im Gespräch mit unserer Redaktion. Das müsse man dann aber auch einfach einmal so sagen und dazu stehen.

Aufgaben gebe es für die Politik in Zukunft zuhauf: Neue Flächen für Gewerbegebiete, die aber nur in Zusammenarbeit mit den Landwirten geschaffen werden dürfen. Mehr Platz für Wohnungsbau, der vor allem über ein Wohnraumkonzept, Nachverdichtung, Lückenschluss und Projekte wie „jung kauft alt“ geschaffen werden soll.

Verkauf der ehemaligen Hauptschule bleibt ein Thema

Auch der Verkauf des ehemaligen Hauptschulgebäudes bleibe für die UWG weiterhin ein großes Ziel: „Damit könnten die teuren Neubauten an den beiden Grundschulen in den Ortsteilen finanziert werden“, sagt Hiltrud Averkamp. Auch dürfe der Neubau an der von-Galen-Grundschule in Oeding erst nach einer genauen Analyse begonnen werden. „Das Raumkonzept muss dann ja über mehrere Jahre tragen“, erklärt sie.

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Das Thema Bürgerbeteiligung sei natürlich wichtig, in der Gemeinde aber nichts neues. „Das ist ja jetzt schon möglich“, erklärt Hiltrud Averkamp. Sei es durch Anträge oder über das Ratsinfosystem. Auch ein Rederecht könne jeder Einwohner im Rat bekommen. „Man muss sich dafür nur auf den Weg machen“, sagt sie. Allerdings müsse das vielleicht auch stärker publik gemacht werden.

Mindestens fünf Sitze im Rat

Die Ziele der UWG für die kommende Wahl sind klar: „Wir wollen wieder mindestens fünf Sitze erreichen“, sagt Hiltrud Averkamp. Nach oben sei natürlich immer Luft. Gleichzeitig solle die absolute Mehrheit der CDU gebrochen werden. „Vielfalt im Rat ist wichtig“, erklärt sie.

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Bei der Versammlung wurden auch die Direktkandidaten sowie die Reihenfolge der Reserveliste festgelegt. Auch sagte die UWG dem parteilosen Bürgermeisterkandidaten Werner Stödtke die volle Unterstützung zu. In ihm sieht die UWG schon wegen seiner langjährigen Tätigkeit in der Südlohner Verwaltung den besten Kandidaten.

Wahlbezirke und Reserveliste

  • Für die einzelnen Wahlbezirke wurden diese Kandidaten festgelegt: 1: Hiltrud Averkamp; 2: Klemens Lüdiger; 3: Karin Schmittmann; 4: Stephanie Vornholt; 5: Ludger Gröring; 6: Ludger Rotz; 7: Iris Jediß; 8: Dieter Valtwies; 9: Silke Upgang; 10: Jörg Niehues; 11: Manfred Kroesen; 12: Jörg Battefeld; 13: Günter Bergup
  • Auf der Reserveliste stehen die Kandidaten in dieser Reihenfolge:
    Karin Schmittmann, Dieter Valtwies, Ludger Rotz, Jörg Niehues, Stephanie Vornholt, Günter Bergup, Iris Jediss, Silke Upgang, Doris Dönnebrink, Jörg Battefeld, Klemens Lüdiger, Ludger Gröting, Hiltrud Averkamp, Manfred Kroesen, Paul Valtwies, Helmut Tecker, Theo Terschluse, Franz Große-Venhaus, Heinrich Könning
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