Kater Whisky wurde schon im Jahr 2018 von seiner Familie vermisst gemeldet. Jetzt wurde der Kater tot im Hessinghook aufgefunden – unter rätselhaften Umständen. © privat/Die Tierretter e. V.
Tote Katze

Tote Katze in Karton gefunden: Kater Whisky war schon seit 2018 vermisst

Das gibt der ehemaligen Besitzerin von Whisky und den Aktiven von „Die Tierretter“ Rätsel auf: In zwei Säcke und einen Karton gepackt, wurde der seit 2018 vermisste Kater nun tot aufgefunden.

Spaziergänger machten Mitte der vergangenen Woche in der Oedinger Bauerschaft Hessinghook einen grausigen Fund: Ein zu der Zeit schon aufgerissener Karton lag in den Sträuchern neben einem Wirtschaftsweg in direkter Nähe zur deutsch-niederländischen Grenze. Inhalt: der Kadaver einer Katze.

Spaziergänger fanden Karton mit toter Katze im Hessinghook

Die Spaziergänger informierten den im Kreis Borken aktiven Verein „Die Tierretter“ (www.dietierretter.de). Zwei Ehrenamtliche des Vereins fuhren zum Hessinghook, um sich ein Bild zu machen und zu schauen, ob das Tier gechippt war. Die Umstände kamen den beiden Frauen sehr merkwürdig vor, sodass sie auf Facebook von dem Fund berichteten.

„Die Katze war in einen gelben Sack gewickelt und darüber noch in einen blauen“, erzählt Andrea Lemanski, die Vorsitzende des Vereins „Die Tierretter“, im Telefonat mit der Redaktion. Die zweifach umwickelte, „ziemlich gut verschnürte“ Katze steckte dann noch in einem (zugeklebten) Karton. Dieser war beim Auffinden aufgerissen – „da können wir nicht sagen, warum. Ob es vielleicht wilde Tiere waren“, so Andrea Lemanski.

Auffinden lässt Raum für viele Spekulationen

Überhaupt lässt sich nur spekulieren, was nach 2018 mit Kater Whisky passiert ist. Die Langhaarkatze wurde auf dem Facebook-Auftritt der Tierretter, wo auch 2018 nach ihrem Verschwinden mit Fotos nach ihr gesucht worden war, von ihrer Besitzerin wiedererkannt. Die Tierretter hatten den Kadaver fotografiert, das Foto veröffentlicht und dazu geschrieben, dass es sich wohl um eine Langhaarkatze handelt. Das alles in der Hoffnung, dass die Besitzer ihre Katze wiedererkennen und jetzt Abschied nehmen können.

In einem Karton wurde der Kater tot aufgefunden. Die Katze war erst in einen gelben Sack und dann in einen blauen Sack (Foto) gewickelt und dann in den Karton gegeben worden. Das gibt den Aktiven von
In einem Karton wurde der Kater tot aufgefunden. Die Katze war erst in einen gelben Sack und dann in einen blauen Sack (Foto) gewickelt und dann in den Karton gepackt worden. Das gibt den Aktiven von „Die Tierretter e.V.“ Rätsel auf. © privat/Die Tierretter e.V. © privat/Die Tierretter e.V.

„Es war Whisky, wir haben den nun beerdigt“, schrieb die Besitzerin jetzt unter den Facebook-Post, in dem viele Tierfreunde ihr Unverständnis äußern und „R.I.P Whisky“ schreiben (Ruhe in Frieden).

„Die Umstände sind sehr merkwürdig. So merkwürdig, dass wir eine Anzeige bei der Polizei gegen Unbekannt wegen Tierquälerei gestellt haben“, erzählt Andrea Lemanski im Gespräch mit der Redaktion. Auch beim Veterinäramt des Kreises Borken habe man den Fall aufgenommen, „für den Fall, das so etwas vielleicht noch einmal woanders vorkommt“, betont die Tierretter-Vorsitzende.

Nur ein kleines bisschen Gewissheit

Wenn Katzen von Autos überfahren werden, würden sie in der Regel liegen gelassen. Wer sich die Mühe machte, den Kater so zu verschnüren und zu verpacken, wann und woran der Kater gestorben sei – Fragen über Fragen beschäftigen die Tierfreunde. Auch wenn die Besitzer jetzt Gewissheit hätten, dass Whisky tot ist, nachdem sie ihn über zwei Jahre vermisst haben, „vieles bleibt rätselhaft“, fasst Andrea Lemanski zusammen.

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Anne Winter-Weckenbrock

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