Bürgermeister Werner Stödtke, SC-Geschäftsführer Tobias Sicking und Ideengeber Hubert Stenert (v. l.) stellten in einem Pressegespräch im Clubheim des SC Südlohn ihre Motivation für das Projekt „Buten und Binnen“ vor. Das SC-Gelände soll ein Treffpunkt werden – für Sportler, aber auch für Senioren, junge Mütter oder Kulturbegeisterte. Vieles sei möglich. © Anne Winter-Weckenbrock
SC Südlohn

SC Südlohn will mit „Buten und Binnen“ Aktivität und Geselligkeit ermöglichen

Sich auspowern im Boot Camp, das Gleichgewicht herausfordern im Mountainbike-Parcours oder „Mensch ärgere Dich nicht“ mit den Enkeln spielen – all das soll „Buten und Binnen“ möglich machen.

Von der Idee bis zur Projektpräsentation hat es ungefähr ein Jahr gedauert. Jetzt hätten alle Beteiligten gerne, dass das Projekt „Buten und Binnen“ weiter an Fahrt gewinnt. Und vor allem an Fördergeldern. Das betonten Hubert Stenert und Tobias Sicking vom SC Südlohn und Bürgermeister Werner Stödtke bei einem Pressegespräch.

Im Clubheim des SC Südlohn ist eine Art Ausstellung aufgebaut. Mit viel Liebe zum Detail haben die Beteiligten in Szene gesetzt, was durch „Buten und Binnen“ alles angeboten werden könnte auf dem Gelände an der Doornte, wo bislang nur „König Fußball“ regiert hat. Das soll sich ändern. Die Idee dazu kam SC-Mitglied Hubert Stenert: Das große Gelände, so der Südlohner, könne etwas Leben vertragen, es biete Potenzial. „Und so ein Treffpunkt für alle Generationen, dafür gibt es Nachfrage in Südlohn“, ergänzte SC-Geschäftsführer Tobias Sicking.

Ein kleiner Raum des SC-Clubheims könnte ein Spielzimmer werden. Dort hat der SC schon einmal ein paar Schals und Utensilien von Südlohner und Oedinger Vereinen aufgehängt, die beim Projekt „Buten und Binnen
Ein kleiner Raum des SC-Clubheims könnte ein Spielzimmer werden. Dort hat der SC schon einmal ein paar Schals und Utensilien von Südlohner und Oedinger Vereinen aufgehängt, die beim Projekt „Buten und Binnen“ dabei sein können. © Anne Winter-Weckenbrock © Anne Winter-Weckenbrock

Und so hängt jetzt ein Mountainbike an der Wand, eine Gitarre lehnt an einem Keyboard, auf den Tischen steht alles bereit für eine Partie Schach, Backgammon oder Mensch ärgere Dich nicht. Auf einem Ständer hängt ein Plan, auf dem eingezeichnet ist, welche Teile des Geländes für welche Veranstaltungen und sportlichen Aktivitäten herhalten könnten.

Viele Ideen haben die Aktiven gesammelt, und neben dem Motto „Buten und binnen“, also draußen und drinnen, ist auch „generationenübergreifend“ ein wichtiges Schlagwort des Vorhabens.

„Das ist ein stimmiges Gesamtkonzept“, sagt Tobias Sicking. Alle Generationen sollen sich angesprochen fühlen, und zwar aus beiden Ortsteilen. Der SC Südlohn setzt auf die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen der Gemeinde. Und auf das Gemeinsame. Nur ein Beispiel: der Freundeweg, eine Wanderroute, die Oeding und Südlohn verbindet.

Alle Generationen sollen sich im SC-Clubheim treffen können, sich unterhalten oder miteinander spielen. Von
Alle Generationen sollen sich im SC-Clubheim treffen können, sich unterhalten oder miteinander spielen. Von „Mensch ärgere Dich nicht“ bis Schach. So stellen es sich die SC-Aktiven vor. © Anne Winter-Weckenbrock © Anne Winter-Weckenbrock

Bei Gemeindeverwaltung und Kommunalpolitik kamen die Pläne bislang bestens an. Für gleich zwei Förderprogramme ist das Projekt – in Zusammenhang mit einer nötigen Sanierung der Turnhalle an der Doornte – schon ins Rennen gegangen.

„Wenn das klappen würde, das wäre unser aller Traum“, verhehlt der Bürgermeister nicht. Ob es einen Zuschlag gibt, das entscheidet sich noch, vielleicht Mitte März.

Aber die Gemeindeverwaltung will unabhängig davon das Projekt mit einem förderfähigen Konzept versehen. Ziel sei jetzt, dass ein Fachplaner sich die Projektpräsentation ansieht und bearbeitet. „Dafür werden Angebote eingeholt“, so Werner Stödtke. Denn eines sei klar: „Ehrenamt und Hauptamt ergänzen sich hier.“ Wie bei der Eigentumsfrage: Der Gemeinde gehört das Gelände an der Doornte, der SC Südlohn nutzt es und füllt es mit Leben.

Ziele des Projekts „Buten und Binnen“ (in Auszügen):

  • Mountainbike-Strecke: „Die Kinder und Jugendlichen fragen danach“, weiß der Bürgermeister. Geplant ist, zwischen Uferweg und Tribüne am Hauptplatz einen Rundkurs anzulegen. Ein professionelles Graffiti können sich die Initiatoren vorstellen.

  • Fußballgolf „Schlingeloch“: Nicht das Tor, sondern Löcher im Rasen müssen beim Fußballgolf getroffen werden.

  • Quäl-Ecke: So heißt laut Hubert Stenert der Bereich, wo Aktive Cross-fit betreiben können oder in der Boot-Camp-Ecke Hindernisse überwinden, klettern oder robben können. „Sport mal ein bisschen anders“, so Stenert.
  • Geruhsamer zugehen wird es an der Boulebahn, die auch an der Doornte geplant ist.

  • Freundeweg: 6666 Meter zwischen Oeding und Südlohn sollen einen Wander- und Erlebnisweg darstellen. Es wird auf Sehenswürdigkeiten verwiesen, die Gastronomie soll eingebunden werden. Alljährlicher Schlinge-Cup: Die Sportler der Gemeinde sind aufgerufen zum „Matschlauf“ um den Schlinge-Cup. Krabbeln, Robben, einen Wasserfall überwinden und einen „Alligatoren“-Sumpf – das klingt nach Spaß.

  • Geplant ist als Veranstaltung ein „Matsch-Jahrmarkt“. Wenn es eben geht in diesem Corona-Jahr, dann an einem Wochenende im September mit ganz vielen Aktionen an der Doornte – in diesem Jahr unter dem Motto „Die Goldenen 20er“.
  • Das Clubheim „als Treffpunkt für Oma, Opa und Kinder“ (Tobias Sicking) trägt den Arbeitstitel „Club und Kulturhaus Der Matschkönig“. Es gibt Öffnungszeiten für Haus und Gelände, im und am Clubhaus gibt es Spielgeräte und -angebote. Zum Beispiel eine Matsch-Spielplatzecke. Es soll ein generationenübergreifendes Angebot sein, „keine Kneipe“, wie die Initiatoren betonen. Ein kleines Angebot an nicht-alkoholischen Getränken werde vorgehalten, „Kuchen soll sich jeder selbst mitbringen können,“ so Tobias Sicking.
  • An freien Abenden und während der Öffnungszeiten sollen Kulturveranstaltungen stattfinden. Open-Air-Konzerte zum Beispiel.
Über die Autorin
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Anne Winter-Weckenbrock

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