Praktikable Lösung für das Parkchaos am Oedinger Grenzstadion in Sicht?

dzWinterswyker Straße

Der FC Oeding hat den Rasen hinter dem Tor am Platz eins als Parkplatz ins Auge gefasst. Die wäre aber nur bei trockenem Wetter geeignet. Bauamt und Verein sollen nun über eine Lösung sprechen.

Südlohn

, 02.10.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Thema verfolgt die Anwohner der Winterswyker Straße seit vielen Jahren. Wenn der FC Oeding ein Turnier ausrichtet oder die erste Mannschaft ein interessantes Fußballspiel hat, wird wild geparkt vor ihren Haustüren. Nicht immer ist das ungefährlich.

Rasenfläche zwischen Fußballplatz und Tennisanlagen

Nun hat die CDU-Fraktion das Thema erneut auf die politische Tagesordnung gebracht: In einem Antrag für die Sitzung des Bauausschusses schlugen die Christdemokraten vor, die äußerst eingeschränkten Parkmöglichkeiten zu entzerren, und zwar durch eine zusätzliche Anbindung der westlichen Sportplatznebenflächen an die vorhandene Zuwegung der Tennisanlagen.

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Es geht um die Rasenfläche, die praktisch hinter dem Tor des Platzes eins zu den Tennisplätzen hin liegt. Alois Kahmen (CDU) hatte das Gespräch mit den Verantwortlichen des FC Oeding gesucht und von dem Vorschlag gehört, den der Sportverein zu Beginn des Jahres schon im Rathaus vorgestellt hatte. „Aber dann kam Corona“, sagte Klaus Jägering, der Vorsitzende des FC Oeding. So sei es bislang nicht zu einem Treffen gekommen.

Aber die Idee wollte Alois Kahmen im Gremium besprochen wissen. Die Rasenflächen seien in einem festen, belastbaren Zustand und wären – bei gutem Wetter – als Parkplätze geeignet, schloss sich die CDU-Fraktion in ihrem Antrag der Sicht des FC Oeding an.

200. 000 Euro Kosten

Einen weiteren Vorteil nannte Alois Kahmen in der Sitzung auch: „Es geht nur ums Parken zu bestimmten Zeiten. Und dann werden auch die Parkplätze an den Tennisanlagen mehr gesehen.“ 27 bestehende öffentliche Parkplätze sind über die vier Meter breite Zuwegung zu den Tennisanlagen zu erreichen – und direkt nebendran liegt der Sportplatz eins.

Bauamtsleiter Dirk Vahlmann hatte über eine Befestigung der Fläche nachgedacht und nannte einen Kostenrahmen von 200.000 Euro – plus Zaun. Hinter dem Tor müsse ein Ballfangzaun errichtet werden zum Schutz der parkenden Autos, so sein Vorschlag.

Ein Blick aus der Vogelperspektive auf das German-Windows-Grenzstadion in Oeding, darunter verläuft die Winterswyker Straße. Die geplante Parkfläche liegt zwischen dem untersten Platz und der Tennisanlage.

Ein Blick aus der Vogelperspektive auf das German-Windows-Grenzstadion in Oeding, darunter verläuft die Winterswyker Straße. Die geplante Parkfläche liegt zwischen dem untersten Platz und der Tennisanlage. © Geodatenatlas Kreis Borken

Alois Kahmen betonte nochmals, dass die Lösung nur dann gelten sollte, „wenn es das Wetter zulässt“. Dirk Vahlmann meldete grundsätzliche Zweifel an: „Das als Rasenplatz zu lassen, halte ich für keine gute Idee. Das wird ‘ne matschige Angelegenheit.“ Bauausschussvorsitzender Wilhelm Hövel gab ihm Recht: „Ich glaube nicht, dass die da lange Spaß dran haben.“

Praktikable Lösung für das Parkchaos Grenzstadion in Sicht?

Aber: Das Gespräch zwischen Verwaltung und Verein steht ja noch aus. FC-Oeding-Vorsitzender Klaus Jägering zeigte sich im Telefonat mit der Redaktion recht aufgeschlossen dafür, eine Lösung für die Rasenfläche zu finden.

„Im Winter trainieren zwar die Kleinen mal auf der Fläche, die als Ausweich-Trainingsplatz genutzt wird, aber da können wir auch auf die Rasenstücke bei Platz zwei und drei ausweichen. Oder in die Jakobihalle“, überlegte Klaus Jägering laut.

Das für den Fall, dass die betreffende Fläche ein wenig befestigt werden soll.

Eigenleistung – da besteht grundsätzlich Bereitschaft

Die Zahl 200.000 erstaunte ihn allerdings. Aber man müsse sehen, was möglich ist. Ohne Ballfangzaun gehe es nicht, das sah er auch so. Dass der Verein auch bereit sei, Arbeiten in Eigenleistung zu erledigen, „das ist klar“, betonte der Vorsitzende. „Wir haben viele Leute, die helfen würden, da ist grundsätzlich Bereitschaft vorhanden.“

Die Parkplatzproblematik sei einfach schon so lange vorhanden, auch der Verein wolle aktiv werden. „Die parken einfach auf den schraffierten Flächen. Es kontrolliert auch niemand“, wiederholte Klaus Jägering seine Kritik, die er zuletzt Anfang 2019 schon gegenüber der Redaktion geübt hatte.

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Aktuell, gerade in Corona-Zeiten, in denen die Anstoßzeiten der Spiele auch auseinandergelegt werden müssen, habe sich das Problem entschärft. „Aber knapp wird es an den Turnierwochenenden“, betont der Vorsitzende. Gerne werde sich der Verein noch einmal mit den Verantwortlichen der Gemeinde zusammensetzen und überlegen.

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