Nach Großbrand in Südlohn: Polizei teilt Ermittlungsergebnisse mit

dzGroßfeuer

Die Ursache für das Großfeuer bei der Firma Verpackungsservice Ingenhorst am vergangenen Sonntag scheint geklärt. Das teilt die Polizei mit. Demnach scheidet Brandstiftung aus.

Südlohn

, 14.05.2020, 13:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Großbrand, der am vergangenen Sonntag die Lagerhalle der Firma Verpackungsservice Ingenhorst in Schutt und Asche gelegt hat, wurde nicht gelegt. Zu diesem Ergebnis kommt die Polizei in ihrer Untersuchung. Das erklärten die Beamten am Donnerstag.

Brandsachverständige und Experten der Kriminalpolizei hatten die Brandruine an der Straße Haus Volmering eingehend untersucht. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandlegung gebe es nicht. Demnach sei der Brand von einem technischen Defekt ausgegangen. Worum es sich dabei im Detail handelt, erklärte die Polizeipressestelle auch auf Nachfrage nicht.

Großbrand hatte sich rasend schnell ausgebreitet

Das Feuer war am Sonntagnachmittag in der Lagerhalle ausgebrochen und hatte schnell um sich gegriffen. Rund 150 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Südlohn, Oeding und Stadtlohn, von Polizei und Deutschem Roten Kreuz waren im Einsatz. Weil zunächst unklar war, welche Stoffe sich in der Halle befanden, war auch ein ABC-Messtrupp der Feuerwehr vor Ort, der die Luft auf mögliche Gifte und Gefahren für die Bevölkerung untersuchte. Eine Gefahr habe allerdings nicht bestanden.

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Kritisch wurde der Einsatz noch einmal, als plötzlich der Wind drehte und Teile des Blechdachs der Halle plötzlich abriss. Die Trümmer landeten genau dort, wo sich wenige Momente zuvor noch Feuerwehrleute befunden hatten. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

Nachlöscharbeiten zogen sich bis Dienstagmorgen hin

Das Feuer beschäftigte die Mitglieder der Löschzüge zunächst über 24 Stunden. Erst am Montagnachmittag rückten sie ab, nachdem letzte Glutnester abgelöscht waren. Am frühen Dienstagmorgen mussten sie dann noch einmal zur Straße Haus Volmering ausrücken. Ein Autofahrer hatte erneut aufsteigenden Rauch gemeldet.

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Im ausgebrannten Obergeschoss der Halle hatten gelagerte Pakete erneut Feuer gefangen. Diese Nachlöscharbeiten waren allerdings schnell beendet. Noch am Dienstag hatte ein Fachunternehmen damit begonnen, auf dem benachbarten Acker den Boden auszukoffern. Dort waren Löschwasser und -schaum versickert. Die Polizei hatte den Gesamtschaden am Sonntag auf rund 600.000 Euro beziffert.

Zumindest in Teilen eine gute Nachricht

Für Josef Ingenhorst, Inhaber des Unternehmens, ist das zumindest in Teilen eine gute Nachricht: „Wäre es Brandstiftung gewesen, hätte ich mir Sorgen machen müssen, dass ich irgendwelche Feinde habe“, sagt er am Donnerstagmittag unserer Redaktion. So könne er nun an einer Zukunft für das Unternehmen arbeiten.

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Wie die aussehen kann, mag er noch nicht abschätzen. Das sei noch zu früh. „Ich komme gerade aus einem Gespräch mit der Versicherung“, erklärt er. Er habe schon in alle Richtungen etwas unternommen, könne aber aktuell noch nichts endgültiges sagen. „Das wird jetzt aber kurzfristig entschieden“, sagt er.

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