Ein Blick aufs Mühlenwehr: Die Betonschwellen sind für die Durchgängigkeit der Schlinge beseitigt worden. © Markus Gehring
Baumaßnahme

Mühlenwehr: Raue Rampe in der Schlinge ist auf der Zielgeraden

Wenn das Wetter mitspielt, können ab Weihnachten die Fische die Staustufe am Mühlenwehr in Südlohn überwinden. Anfang nächster Woche beginnen die letzten Arbeiten für die Raue Rampe.

Nach einem kurzen Baustopp spucken die Arbeiter Anfang kommender Woche beim Umbau des Südlohner Mühlenwehrs wieder in die Hände. Die dort geplante sogenannte Raue Rampe steht kurz vor der Fertigstellung. Die ausführende Firma beginnt nun mit der Herstellung der noch fehlenden Sohl-Schwellen im Bereich des Stauwehrs Südlohn. Sie werden mit einem Höhenversprung von sieben Zentimetern hergestellt, damit der Aufstieg für Fische möglich ist.

Rampe soll voraussichtlich vor Weihnachten fertig sein

Die Unterbrechung der Arbeiten sei notwendig geworden, um Details zur konkreten Ausführung der Arbeiten mit der Firma abzusprechen, teilte Markus Lask, Fachbereichsleiter zentrale Steuerung und zentrale Dienste bei der Gemeinde Südlohn, auf Anfrage mit. Die Gemeinde ist dafür zuständig, weil sie das Staurecht an dem Wehr hat. Die Rampe soll voraussichtlich vor Weihnachten fertiggestellt sein, sofern die Witterung dies zulässt, erklärte Lask.

Ziel des Umbaus ist es, dass die Fische später die Staustufe überwinden können. Bisher war die Klippe am Wehr für Fische unüberwindlich. Der Höhenunterschied soll künftig durch mehrere kleine Becken überwunden werden, neun Grundschwellen mit je sieben Zentimetern Höhe zwischen Mühlenwehr und der Brücke an der L 572 werden eingebaut.

Arbeiten werden erschütterungsarm durchgeführt

Seit Juli laufen die Umbauarbeiten an dem Wehr. Im Bett der Schlinge werden große Steine verteilt. Auf diese Weise werden Fließgeschwindigkeit und Wasserspiegel so angepasst, dass Fische die Möglichkeit haben, das Gewässer flussaufwärts zu schwimmen.

Neu: das Geländer an der Brücke.
Neu: das Geländer an der Brücke. © Markus Gehring © Markus Gehring

In den letzten Wochen haben die Arbeiter die Betonschwellen des Stauwehrs für die Durchgängigkeit beseitigt. Dies geschah erschütterungsarm im sogenannten Bohrverfahren. Bei dem Umbau werde darauf geachtet, dass mit so wenig Erschütterungen wie möglich gearbeitet wird. Anwohner fürchteten nämlich, dass durch den Umbau ihre Häuser beschädigt oder überflutet werden könnten.

Die Bauverwaltung hat deshalb einen Statiker und einen Bausachverständigen hinzugezogen, die die Arbeiten begleiten.

Auch die Mechanik des Wehrs wurde demontiert. Ebenfalls abgeschlossen sind die Abdichtungsarbeiten und Maßnahmen für den Hochwasserfall zum Schutz der Mühle. Darüber hinaus ist ein neues Geländer auf der Brücke installiert worden.

Im Haushalt sind für das Projekt 262.000 Euro bereitgestellt. Die Gemeinde Südlohn setzt mit Fördermitteln des Landes NRW die EU-Wasserrahmen-Maßnahme „Wiederherstellung der Durchgängigkeit am Stauwehr Südlohn“ um. 80 Prozent der Maßnahme werden durch das Land gefördert.

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