Mitgliedschaft im Südlohner Heimatverein beschert Rabatte in örtlichen Geschäften

dzVorteilskarte in Südlohn

Dass dem Heimatverein Südlohn nicht nur die Vergangenheit seines Ortes, sondern auch die Gegenwart am Herzen liegt, dafür hat er gerade einen neuen Beweis vorgelegt: eine Vorteilskarte.

Südlohn

, 25.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Gemeinsam für einen lebendigen Ort – das hat sich der Heimatverein Südlohn auf seine Agenda geschrieben und setzt sich auf verschiedenen Ebenen für dieses Ziel ein. Und immer wieder beschreitet er auch neue Wege. Wie jetzt. Da ist den rund 500 Mitgliedern des Heimatvereins Südlohn vor einigen Tagen ein wirklich neuer Mitgliedsausweis ins Haus geflattert.

30 Geschäfte machen mit

In Format und Material einer Bankkarte ähnlich, bestätigt er dem Inhaber nicht nur die Mitgliedschaft im Heimatverein, sondern dient gleichzeitig als Vorteilskarte. Bei Vorlage werden Rabatte in ortsansässigen Geschäften gewährt. In 30 ist das zurzeit möglich. „Heimatrabatte“ nennt das Heimatvereinsvorsitzender Ernst Bennemann und verknüpft damit die Interessen des Heimatvereins mit denen der Gewerbetreibenden. Er war es auch, der die Idee, die zuerst innerhalb der Familie und im Vorstand diskutiert wurde, schließlich auf den Weg brachte. Auslöser war, dass die Mitglieder des Heimatvereins im Kult in Vreden freien Eintritt haben, der Nachweis der Mitgliedschaft aber dafür erbracht werden musste. Dafür bot sich der Mitgliederausweis an.

Eine Idee und viele positive Reaktionen

Und Ernst Bennemann dachte weiter: „Was im Kult möglich war, warum sollte das nicht übertragbar sein auf die heimatliche Geschäftswelt?“ Nach Gesprächen mit seiner Frau Doris, mit Familie und Vorstand bekam er die nötige Rückendeckung, um das Projekt zu realisieren. Bestärkt fühlte er sich erst recht nach den Gesprächen mit potenziellen Teilnehmern. „Die Reaktionen waren durchaus positiv“, beschreibt Ernst Bennemann die fruchtbaren Ergebnisse seines „Klinkenputzens“. Selbst die anfänglich noch abwartenden Interessenten ließen sich überzeugen. „Durch unser Konzept“, sagt Ernst Bennemann und legt sozusagen als Beleg eine PR-Mappe vor, in der sich nicht nur ein Muster-Ausweis befindet, sondern auch Fensterkleber in verschiedenen Größen für die teilnehmenden Geschäfte, ein Infokärtchen und ein Faltblatt mit Teilnehmerliste inklusive den jeweiligen Rabattkonditionen. Gleichzeitig informiert selbiges Faltblatt aber auch über den Heimatverein Südlohn und dient gleichzeitig als Beitrittserklärung. Von A bis Z – alles professionell gestaltet. Ernst Bennemann: „Das ist einfach unser Anspruch, denselben haben wir übrigens auch bei der Pflege unserer Internetseite.“

Finanzielle Unterstützung

Da der auch Geld kostet, der tatsächliche Aufwand ist noch nicht abschließend berechnet, war man auf Unterstützung angewiesen. Schließlich kann der Jahresbeitrag in Höhe von 10 Euro mal so eben die laufenden Kosten auffangen. Und Hilfestellung gab es prompt auch von 18 Firmen und Unternehmen, die sich nicht direkt beteiligen, aber dennoch mit im Boot sind.

Erste Erfahrungen beim Einkauf

Für Ernst Bennemann und seine Mitstreiter vom Heimatverein ist die Vorteilskarte für beide Seiten eine Win-Win-Situation. Der Heimatverein kann so Werbung in eigener Sache machen, die beteiligten Geschäfte aber auch. Und beide leisten so durch lokales Handeln einen identitätsstiftenden Beitrag für ihr „lebendiges Dorf“. Allerdings begibt sich der Heimatverein Südlohn damit auf eigentlich fremdes Terrain. Während in anderen Kommunen die Gewerbetreibenden ähnliche Servicekarten herausgeben, übernimmt hier der Heimatverein die Vorreiterrolle.

Mitgliedschaft im Südlohner Heimatverein beschert Rabatte in örtlichen Geschäften

Mit Fensteraufklebern können die Geschäfte darauf hinweisen, dass sie dabei sind. © Christiane Hildebrand-Stubbe

Dabei ist die Handhabung recht simpel: Wer bereits im Besitz einer Karte ist, findet auf der Rückseite die Teilnehmer und legt sie vor der Bezahlung vor, um in den Genuss des Rabattes zu kommen.

Ernst Bennemann und seine Frau Doris haben es bereits getestet und bei Rüweling Fleischwaren, in der Bäckerei Tenk-Bomkamp und bei Edeka eingekauft. Ihr Resümee: „Geht problemlos!“

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