Inhaberin Miriam Damm (r.) und Mitarbeiterin Nadine Tenostendarp sind sehr glücklich, dass es wieder losgeht. © Privat
Kosmetik Harborg

Miriam Damm ist endlich wieder nah dran am Menschen

Eigentlich wollte Miriam Damm im vergangenen Jahr den fünften Geburtstag ihres Hautpflegestudios feiern, dann durchkreuzte Corona alle Pläne. Seit zwei Wochen aber ist alles wie vorher. Fast.

Mehr als vier Monate haben sich Miriam Damm und Mitarbeiterin Nadine Tenostendarp in Geduld üben müssen. So lange musste die Inhaberin des Hautpflegestudios Harborg coronabedingt schließen. Da hatte sie einen Lockdown schon hinter sich. So genannte „körpernahe Dienstleistungen“ waren da tabu. Ein harter Schlag für die 33-Jährige. Dennoch sagt sie heute: „Es stand tatsächlich nie zur Debatte, das Handtuch zu schmeißen.“

Und das trotz etlicher bürokratischer Steine, die im Weg lagen.

„Die Soforthilfen für November und Dezember kamen sehr schnell und ab dann nur sehr zögerlich“, berichtet die staatlich geprüfte Kosmetikerin von schwierigen Bedingungen. Für dieses Jahr habe man die Anträge auch erst Mitte April stellen können. Geld sei aber bislang keines geflossen. Und überhaupt erlebe sie die Corona-Zeit „mit den vielen Verordnungen als großes Durcheinander“.

Lockdown kreativ genutzt

Gemeinsam haben Miriam Damm und Nadine Tenostendarp sich gegenseitig durch viele Gespräche gestärkt und den Lockdown auch kreativ genutzt. „Mit Fortbildung und Seminaren, allesamt digital.“ Außerdem habe man sehr viel investiert in digitale Ausstattung, sagt Miriam Damm. Wie in ein Online-Kassensystem, einen Online-Kalender zum Beispiel. Und in sozialen Netzwerken habe man Präsenz gezeigt, um den Kontakt zu den Kunden zu halten.

Die Treue der Kunden war es auch, die die beiden Frauen darin bestärkt hat, ihren Weg weiter zu gehen. Und viele haben immer wieder versichert, dass sie da sein werden, sobald es wieder möglich ist. Auch in der Phase, in der der direkte Kontakt nicht möglich war, mussten die Kunden nicht auf ihre gewohnten Pflegeprodukte verzichten. Auf Wunsch wurden die auch frei Haus geliefert.

Es geht um die Gesundheit

Wie Miriam Damm, die ihre dreijährige Ausbildung in Köln absolvierte, betont, geht es in ihrem Haus nicht nur um Schönheit. Ihr Anliegen sei es von Anfang an gewesen, die Gesundheit in den Vordergrund zu stellen. Oft seien nämlich Probleme mit der Haut der Auslöser, um die Beratung einer Kosmetikerin zu suchen. Und es werden immer mehr, übrigens auch Männer, die gegen Allergien, Rötungen oder Unreinheiten zu kämpfen haben. Miriam Damm aber sicher, dass es da kein Allheilmittel für jedes Problem gibt: „Jede Haut ist anders und muss daher auch individuell versorgt werden.“

Daher steht am Anfang immer eine umfangreiche „Diagnose“, bei der zum Beispiel Gewohnheiten, Medikamenteneinnahme, Ernährung, Allergien, Lebensstil abgefragt werden. Erst dann folgt die Behandlung vor Ort und die Empfehlung für ein Pflegeprogramm. Insofern werden zwar alle klassischen Kosmetik-Leistungen zwar auch angeboten, aber ganz bewusst hat Miriam Damm ihr Geschäft Hautpflegeinstitut genannt. Insofern ist sie eigentlich auch Hautpflege-Expertin.

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