Michael Knuf erfüllt sich den Imbissbuden-Traum in Südlohn und eröffnet am Freitag

dzNeustart mit Verzögerung

Die Imbissbude an der Bahnhofstraße hat zum neuen Jahr den Besitzer gewechselt. Der Neue erfüllt sich einen Traum, hat aber noch viel zu tun. Am Geschmack soll sich nicht viel ändern.

Südlohn

, 08.01.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich soll sich in der Imbissbude an der Südlohner Bahnhofstraße gar nicht so viel ändern. Uneigentlich sind dort gerade noch unter Hochdruck die Handwerker zugange. Die Neueröffnung musste auf Freitag, 10. Januar, verschoben werden.

„Manchmal steckt man eben nicht drin“, sagt Michael Knuf. Der 42-jährige Fleischermeister aus Weseke hat die Imbissstube Schoeb zum Jahreswechsel übernommen und sie in Knufs Garpunkt umbenannt. Eigentlich wollte er schon Anfang der Woche den Betrieb öffnen.

Renovierung vor der Neueröffnung

„Aber kriegen Sie mal über die Feiertage Handwerker“, sagt er achselzuckend. Der Blick in die kleine Gaststube gleicht deswegen einer Großbaustelle. Die Wände sind schon neu gestrichen. Am Dienstagvormittag wird gerade noch die neue Lüftungsanlage verkleidet. „Die alte mussten wir austauschen“, sagt er. Schließlich wolle er den Betrieb auch auf dem aktuellen Stand der Technik beginnen.

Öffnungszeiten: montags bis freitags 11.30 bis 14 Uhr und 17 bis 22 Uhr, samstags 11.30 bis 22 Uhr, sonntags 17 bis 22 Uhr.

Ansonsten soll sich trotz allem nicht viel ändern: Etwas neue Farbe, neue Lampen und Bilder an der Wand. Die Möbel bleiben. Das alles muss bis zur Eröffnung noch über die Bühne gehen.

Speisekarte wurde ganz leicht überarbeitet

Auch die Karte hat eine – wenn auch vorsichtige – Frischzellenkur erhalten. „Wir haben einige Dinge von der Karte gestrichen, die in der Vergangenheit nicht gut liefen“, sagt Michael Knuf. Gleichzeitig haben es zwei Burger und Steaks auf die Karte geschafft. „Ansonsten gibt es das, was man in einer typischen Imbissbude erwartet und vom Imbiss an der Bahnhofstraße auch schon kennt. Warum sollte man etwas Gutes ändern?“, fragt er. Die Frage lässt er schmunzelnd und unbeantwortet im Raum stehen.

Handwerksmeister erfüllt sich den Traum vom Imbiss

Der Fleischermeister aus Weseke weiß, wovon er spricht: Schließlich beliefert sein Familienunternehmen schon seit 40 Jahren die Imbissbude an der Bahnhofstraße. Geschmacklich werden sich die Kunden also nicht großartig umstellen müssen. Wieso dann also jetzt das Engagement in der Gastronomie? „Die Idee, einen eigenen Imbiss zu eröffnen, schwelt bei mir im Kopf schon lange vor sich hin“, sagt Michael Knuf, „da hatte ich einfach immer Bock drauf.“

Helmut Schoeb geht in den Ruhestand

Jetzt habe einfach alles zusammengepasst: Er kennt die Imbissstube bereits und der bisherige Betreiber Helmut Schoeb wollte in den Ruhestand gehen. „Den wohlverdienten“, wie Michael Knuf schnell hinterher schiebt. Doch so ganz will er ihn noch nicht gehen lassen. Ein Jahr werde Helmut Schoeb noch mitarbeiten. „Mindestens“, sagt Michael Knuf lachend.

Auch das übrige Team der bisherigen Imbissstube Schoeb werde fast komplett übernommen. Zwei Mitarbeiter hätten sich ohnehin neu orientiert. Ansonsten treffen die Gäste dort in Zukunft weiter auf bekannte Gesichter.

Neues Personal für Handwerk und Gastronomie ist schwer zu bekommen

„Zum Glück“, wie er sagt. Denn neues Personal sei nicht nur in der Gastronomie sondern auch im Handwerk kaum noch zu bekommen. „Das merken wir in unserem Betrieb in Weseke ständig“, erklärt er. Spätestens in zehn Jahren werde das Handwerk vor einem echten Problem stehen. „Dann steht ein gelernter Handwerker besser da als jeder BWL-Student“, sagt er.

Doch so weit ist es noch nicht. Er selbst will möglichst oft hinter der Theke in Südlohn stehen. Wie oft das am Ende sein wird, mag er aber noch nicht einschätzen. „Da gibt es schließlich auch noch unser Unternehmen in Weseke“, sagt er. Mit Fleischerei und Partyservice beschäftigt er dort noch einmal 15 Festangestellte. „Und das muss ja alles unter einen Hut passen“, sagt er.

Am Freitag, 10. Januar, soll es losgehen. Eine große Eröffnung hat Michael Knuf indes nicht geplant: „Wir machen die Tür auf und dann geht es los“, sagt er.

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