Die Zahl der Neugeborenen, die in Südlohn gemeldet wurden, ist 2020 wieder gestiegen. Ein Grund dafür, dass der langfristige Wachstumstrend in der Doppelgemeinde anhält. © picture alliance/dpa
Standesamtsstatistik

Mehr Neugeborene und Zuzüge: Langfristiger Wachstumstrend in Südlohn

Südlohn wächst wieder und es wurde trotz Corona auf Vorjahresniveau geheiratet, vor allem in der Menke Mühle – das geht aus der Statistik von Standes- und Meldeamt zum Jahr 2020 hervor.

Südlohn wächst wieder – und das ist insbesondere einem deutlichen Überschuss von Zuzügen gegenüber Wegzügen zu verdanken. Und: Die Zahl der Hochzeiten ist konstant geblieben – trotz der Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen. Das geht aus der Statistik hervor, die Standes- und Meldeamt der Gemeinde Südlohn für das Jahr 2020 nun vorgelegt haben.

9419 Einwohner weist die Statistik für die Doppelgemeinde zum 31. Dezember 2020 aus – und damit 106 mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Damit ist allerdings noch nicht das Niveau von 2018 wieder erreicht, als die Statistik noch 9560 Einwohner ausgewiesen hatte. Der Kurs bleibt schwankend, aber positiv: Erst im Jahr 2015 war die 9000er-Marke übersprungen worden.

Erstaunlich ist das Mehr an Zuzügen gegenüber dem Vorjahr, 546 gegenüber 494. Positiv wirkt sich zudem der Rückgang an Wegzügen aus, nach 436 in 2019 waren es 2020 nur noch 416. „Unbedingt an bestimmten Faktoren festmachen kann man diese Entwicklung schwer. Man hat aber schon gespürt, dass gerade in den Neubaugebieten einiges an Bewegung war“, erklärt Matthias Lüke, Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung.

Geburten und Sterbefälle nehmen zu

Aus der Statistik des Meldeamtes geht zudem hervor, dass sowohl die Zahl der gemeldeten Geburten (100 gegenüber 89) als auch die Zahl der Sterbefälle (126 gegenüber 111) im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind – nahezu in identischem Umfang.

Kurze Namen wurden favorisiert: Bei den Jungen wurden gleich drei Neugeborene Joris oder Benno genannt, je zweimal wurden die Namen Luca und Johann vergeben. Ähnlich verhielt es sich bei den Mädchen: Drei junge Südlohnerinnen heißen nun Ella – einer der Favoriten schon in jüngerer Vergangenheit – oder Tilda, je zweimal wurden die Namen Lilli, Luisa oder Pauline bestimmt. Sicherlich auch eine kleine Renaissance von traditionellen Namen.

Kaum Auswirkungen scheint die Corona-Krise auf den Wunsch, Hochzeiten zu feiern, gehabt zu haben. Zumindest oberflächlich anhand der „nackten Zahlen“ betrachtet. Die Anzahl lag mit 38 auf Vorjahresniveau. Die Zahl hätte aber durchaus noch deutlich höher sein können. „Viele Kandidaten haben nach dem ersten Lockdown ihren Termin verschoben, dann kam aber der nächste. Statt dann komplett zu verschieben überwog bei manchen die Meinung, besser im kleinen Kreis und nur für sich zu feiern“, berichtet Lüke.

Schon 16 Trauanfragen für das Jahr 2021

Wiederum andere hätten ihre Planungen dann doch umgestellt und den Termin weiter in die Zukunft gelegt. Darauf lässt eine Zahl womöglich schließen: „Für das laufende Jahr 2021 liegen uns bereits 16 Terminanfragen für Eheschließungen vor“, so Matthias Lüke. Dies stets mit der Hoffnung verbunden, dass diese Hochzeiten dann auch in entsprechendem Rahmen gefeiert werden dürfen.

Bei der Location hat sich im Jahr 2020 übrigens ein „neuer“ Favorit herauskristallisiert: Allein 15 Trauungen wurden in der Menke Mühle vorgenommen. Im Vorjahr waren es noch nur acht. Auf den Plätzen folgten dicht gedrängt das Haus Wilmers (9), der Burgkeller Pass (8) und das Rathaus (6).

Für Matthias Lüke sei die Menke Mühle wohl gerade im Sommer zu Corona-Zeiten bewusst als Location mit Freiluft-Optionen gewählt worden. Beim Burgkeller Pass, 2019 der Favorit, müsse man dagegen bedenken, dass gerade die Gastronomie erheblichen Einschränkungen durch die Coronaschutzverordnungen unterworfen war und ist. „Die Zahl spiegelt folglich nicht unbedingt das wider, was hätte stattfinden sollen und können.“

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