Fabio Bettin verlässt zum 1. April das Restaurant „Da Fabio“ und den Südlohner Hof

dzRestaurant und Hotel

Es ist kein verfrühter Aprilscherz: Zum 1. April übergibt Fabio Bettin sein Restaurant und Hotel in Südlohn. Ein Nachfolger ist schon gefunden. Für die Gäste ist das ein alter Bekannter.

Südlohn

, 21.02.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Gerüchte machen seit einigen Wochen in Südlohn die Runde: Es ändert sich etwas im Restaurant „Da Fabio“. Das Gerücht stimmt: Der bisherige Betreiber Fabio Bettin verlässt Südlohn und geht zurück nach Norderney. Doch gleichzeitig soll sich kaum etwas ändern: Mit Federico Romanatu übernimmt nämlich einer das Restaurant, der es schon wie seine Westentasche kennt: Am 1. April wird er Fabio Bettin ablösen.

An diesem etwas düsteren Nachmittag im Februar ist er eigentlich gerade damit beschäftigt, das Essen für den Abend vorzubereiten. In die Küche will er sich deswegen gerade nicht blicken lassen: „Da sieht es zu sehr nach Arbeit aus“, erklärt lächelnd.

Lange Erfahrung im Restaurant Da Fabio

Bis 2017 war der heute 31-Jährige schon Küchenchef bei „Da Fabio“. Dann machte er einen kurzen Ausflug in ein anderes Restaurant im Münsterland. Jetzt kocht er schon wieder seit einigen Monaten im Südlohner Hof. Deswegen wird sich bei „Da Fabio“ aus Gästesicht auch nicht viel ändern. „Vielleicht werde ich die Deko hier und da ein bisschen erneuern“, sagt Federico Romanatu mit einem breiten Grinsen.

Mariola und Federico Romanatu übernehmen zum 1. April das Restaurant "Da Fabio" und das Hotel "Südlohner Hof".

Mariola und Federico Romanatu übernehmen zum 1. April das Restaurant „Da Fabio“ und das Hotel „Südlohner Hof“. © Stephan Teine

Öffnungszeiten, Speisekarte, Personal – all das soll sich nicht verändern. Zumindest vorerst nicht: „Ich muss mir das jetzt ja alles aus einer anderen Perspektive ansehen“, erklärt er. Der Wechsel vom Chefkoch zum Inhaber bringt da eben doch einige Entscheidungen mit sich. „Das möchte ich mir aber erst einmal ein Jahr lang in Ruhe ansehen“, sagt er.

Minimale Anpassungen, Gäste werden nicht überrascht

Vielleicht werde er die Speisekarte minimal anpassen. Aber auch in Zukunft will er im Restaurant „Da Fabio“ mit viel Auswahl und echter italienischer Küche punkten. „Fleisch, frischer Fisch, Nudelgerichte, Pizza – alles das, was eine Familie sucht, wenn sie essen geht“, erläutert der gelernte Koch.

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Doch dabei will er auch in Zukunft Dinge anbieten, die es so in der Region eben nicht gibt: „Ganze gegrillte Fische oder Meeresfrüchte beispielsweise.“ Auch da müssen sich die Gäste aber auf keine Überraschungen einstellen: „Ich habe ja jetzt schon in der Küche das Meiste selbstgemacht“, erklärt er grinsend.

Ehepaar Romanatu will sich langfristig in Südlohn engagieren

Fabio Bettin habe ihn vor einiger Zeit angesprochen, ob er es sich nicht vorstellen könne, Restaurant und Hotel komplett zu übernehmen. „Und ja, das konnte ich“, sagt Federico Romanatu nach kurzem Zögern. Sein Engagement in Südlohn hat er langfristig angelegt: „Mindestens zehn Jahre“, sagt er. Aussprechen kann er nicht, seine Frau Mariola (27) fällt ihm ins Wort. „Na, wohl eher mindestens 15“, unterbricht sie ihn. Dazu passt auch, dass sie gerade erst nach Südlohn gezogen sind.

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Mariola Romanatu wird sich vor allem um die 22 Hotelzimmer kümmern. Insgesamt beschäftigt das Paar in Zukunft zehn Mitarbeiter: vier in der Küche, drei im Service und drei im Hotel. Auch das Personal übernehmen sie komplett von ihrem Vorgänger. „Wir machen genauso weiter, wie Fabio es immer gemacht hat“, erklärt Mariola Romanatu. Auch im Hotel soll sich deswegen erst einmal nichts ändern.

Heinz Dieter Bauer freut sich über nahtlosen Übergang

Der Südlohner Unternehmer Heinz-Dieter Bauer, Verpächter von Restaurant und Hotel, freut sich über den nahtlosen Übergang. „Ich kenne Fabio ja seit 20 Jahren, habe ihn damals von Norderney nach Südlohn geholt“, erzählt er. „Zusammen haben wir in Südlohn eine Superzeit gehabt“, so Heinz-Dieter Bauer weiter. Doch nun habe sich Fabio Bettin noch einmal auf die Suche nach einer anderen Herausforderung gemacht. „Der wollte zurück nach Norderney“, sagt er. Für ihn kein Problem: „Wir gehen im Frieden auseinander.“ Eben auch, weil es in Hotel und Restaurant ohne große Veränderungen weitergeht.

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