Kommt die Lösung in der Turnhalle, ist unser Verein draußen

dzInterview

Der Rat hat der Planung für das Kulturbürgerhaus eine neue Richtung gegeben. Manfred Wanning, Vorsitzender des Trägervereins, erzählt im Interview, was das für Verein und Projekt bedeutet.

Südlohn

, 12.04.2019 / Lesedauer: 2 min

Verstehen Sie, was da in der Sitzung am Mittwochabend passiert ist?

Naja, die Politiker sind bemüht, alles richtig zu machen. Aber bei den neuen Planungen geht der Ursprungsgedanke des Kulturbürgerhauses und auch des Vorläufers Tonart verloren. Das Projekt kann keine Turnhalle sein. Das funktioniert einfach nicht.

Inwiefern?

Würde ein Fußballverein nach einem Kunstrasenplatz fragen und die Politik dann anbieten, er könne doch in einer Konzerthalle spielen, würde der Verein auch sagen, dass das nicht geht und sich herausziehen. So ist das bei uns auch. Wir haben das Beispiel der Jakobihalle ja in der Gemeinde. Auch die kann vieles ein bisschen, aber nichts richtig gut. Wenn wir in Südlohn eine Jakobihalle 2.0 bekommen, können wir genauso gut bei Terhörne bleiben.

Sie haben Anfang der Woche ihr Raumkonzept vorgestellt. Wie fix ist das denn?

Das sind Wünsche, wie wir uns das Gebäude vorstellen. Darüber kann man ja noch reden.

Können Sie denn jetzt noch weiterplanen?

Im Moment nicht. Uns sind die Hände gebunden. Wir müssen jetzt abwarten, wie die Planung weitergeht.

Wie fühlen Sie sich als Vorsitzender des Trägervereins damit?
Man spürt einfach, wie einem ein Projekt, an dem man Jahre gearbeitet hat, aus den Händen gleitet. Das ist ja auch keine Schnapsidee. Wir haben fünf Jahre mit Sachverständigen intensiv für das Projekt geplant.
Mit einer Lösung in der Turnhalle können Sie nicht leben?

Wie Barbara Seidensticker-Beining in der Sitzung schon gesagt hat: Wenn das Projekt in der Turnhalle umgesetzt werden soll, ist unser Verein draußen.

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