Jochen Albers: „Noch keine Coronaerkrankung im Henricus Stift diagnostiziert“

Coronavirus

Im Seniorenheim Henricus Stift treten vermehrt grippale Effekte auf. Das nährt Gerüchte im Dorf. Jochen Albers betont: „Eine Coronaerkrankung ist noch nicht diagnostiziert worden.

Südlohn

, 19.03.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Einrichtungsleiter Jochen Albers (l.) und Pflegedienstleiter Sebastian Stödtke (r.) freuen sich über die Spende vom Turmhaus.

Einrichtungsleiter Jochen Albers (l.) und Pflegedienstleiter Sebastian Stödtke (r.) freuen sich über die Spende vom Turmhaus. © Henricusstift Südlohn

Im Caritas-Seniorenheim Henricus Stift in Südlohn sind vermehrt Erkrankungen von Bewohnern mit grippeähnlichen Symptomen aufgetreten. Aus diesem Grund hat sich die Einrichtungs- und Pflegedienstleitung in Abstimmung mit dem Vorstand, der Bereichsleitung und dem zentralem Hygienemanagement des Caritasverbandes Ahaus-Vreden, sowie nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt des Kreises Borken dazu entschieden, die Präventionsmaßnahmen weiter zu erhöhen, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Eine Coronaerkrankung von Bewohnern ist jedoch – auch entgegen anderer Gerüchte im Ort – noch nicht diagnostiziert“, betont Einrichtungsleiter Jochen Albers.

Besuchersperre schon seit einer Woche

Bereits seit der vergangenen Woche hatte das Henricus Stift in Südlohn wegen des Coronavirus eine Besuchersperre erlassen und alle Messen sowie Gemeinschaftsveranstaltungen abgesagt.

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Zu den verschärften Vorsorgemaßnahmen gehört ab sofort die Isolierung der einzelnen Wohnbereich untereinander sowie die Anwendung besonderer Hygienemaßnahmen und die Nutzung von Schutzkleidung.

Diese steht aktuell noch zur Verfügung, da der Caritasverband ein Zentrallager gebildet hat. Jedoch reichen dessen Vorräte nur noch für wenige Tage, trotz der ständigen Bemühung, neue Ware zu beschaffen. Der Caritasverband steht hier über eine eigens freigestellte Mitarbeiterin ständig zu diversen Händlern und über die Leitung zu dem Kreis Borken in Kontakt.

Erfreuliche Solidarität

„Erfreulich ist jedoch die Solidarität und Unterstützung innerhalb von Südlohn“, sagt Jochen Albers. So hat das „Turmhaus“ aus Südlohn für die Bewohner und Mitarbeiter Pralinen und Schokolade gespendet. Das Gasthaus Terhörne hat die bedingt durch Absagen überschüssigen Lebensmittel an die Küche des Henricus Stiftes abgegeben.

Da das Besuchsverbot auch wohl noch weitere Zeit eingehalten werden muss, wurden inzwischen Tablets beschafft, mit denen die Bewohner mit ihren Angehörigen per Videochat in Kontakt bleiben können.

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