Schutz gegen Insekten wird individuell auf Fenster und Türen angepasst

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Wer keine Insekten in seinen vier Wänden haben will, könnte bei der Südlohner Firma MD Sonnen- und Insektenschutz fündig werden. Im Sommer erhält Inhaber Stefan Demes viele Anfragen.

Südlohn

, 30.07.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jedes Jahr im Hochsommer stören geflügelte Eindringlinge die Nachtruhe der Bevölkerung. Durch offene Fenster und Türen gelangen Insekten in Wohnungen und Häuser. Dagegen helfen Insektenschutzsysteme, die auch die Firma MD Sonnen- und Insektenschutz aus Südlohn fertigt. „Im Moment haben wir Hauptsaison und verdienen unser Geld“, erläutert Inhaber Stefan Demes.

In der Lagerhalle in der Robert-Bosch-Straße werden Systeme für Fenster, Türen, Schiebetüren, Drehtüren und Kellerschächte gefertigt. Dabei sind die benötigten Formen individualisiert. „Welchen Insektenschutz man benötigt, hängt ganz davon ab, welche Fenster und Türen man hat“, beschreibt Stefan Demes. Wenn sich ein Kunde für einen Insektenschutz entscheidet, kommt der 51-Jährige vorbei, misst nach und zeigt auf, was technisch umsetzbar ist.

Auch die Optik spielt eine Rolle

„Bei Fenstern gibt es meistens mehrere Lösungen“, erzählt Stefan Demes und weiß, dass bei vielen Interessierten auch die Optik eine wichtige Rolle spielt, zum Beispiel bei der Entscheidung zwischen Dreh- und Schiebetür. Auch der Preis sei bei der finalen Entscheidung von Bedeutung.

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Die Rahmen der Insektenschutzgitter können farblich an die Fensterfarbe angepasst werden. Das Südlohner Unternehmen erhält vorgefertigte Profile mit einer Länge von sechs Metern, dabei gibt es unterschiedliche Varianten für Fenster, Türen oder Schiebetüren.

Feinmaschigeres Gewebe für Allergiker

Per Computer wird jeweils eine Zuschnittsplanung durchgeführt, sodass es möglichst wenig Verschnitt gibt. Mit einer Presse wird das Profil verpresst, dafür gibt es für jede Variante unterschiedliche Passwinkel. Stefan Demes und seine vier Mitarbeiter, von denen keiner fest angestellt ist, schneiden das Gewebe auf den Rahmen passend zu. Das fertige Gitter wird mit Einhängewinkeln am Fenster befestigt. Für Pollenallergiker gibt es noch wesentlich feinmaschigeres Gewebe, das nicht nur Insekten abhält.

Stefan Demes schneidet das Gewebe auf den Rahmen zu.

Stefan Demes schneidet das Gewebe auf den Rahmen zu. © Bastian Becker

„Bei den Türen bringen wir in der Mitte noch eine Griffsprosse an“, erzählt Stefan Demes. Dazu werden noch Scharniere angeschraubt. Bei einer Schiebetür wird eine Schiene auf den Boden geklebt, durch eingebaute Rollen wird diese anschließend bewegt. Bei Kellerschächten wird die Abdeckung auf den Rost geschraubt.

Bis zu 40 Anfragen pro Woche

Seit 2007 existiert das Unternehmen, aber erst seit 2017 kümmert sich der gelernte Kaufmann, der einige Jahre in der Fensterbranche aktiv war, hauptberuflich um sein Unternehmen, das auch Sonnenschutz verkauft. Bei der Büroarbeit unterstützt ihn seine Frau.

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„Die Nachfrage ist ganz klar wetterabhängig. Scheint die Sonne, haben wir sofort mehr Anfragen. Wenn man die mitzählt, die sich nur mal so erkundigen, sind es teilweise 30, 40 pro Woche“, so Stefan Demes. Das führt zu langen Arbeitstagen im Sommer, im Winter gibt es kaum Anfragen.

Spezielle Gewebe für Großkunden

Zu seinen Kunden zählen auch Unternehmen aus der Lebensmittelbranche und der Gesundheitsindustrie, die in Corona-Zeiten nach Lüftungsmöglichkeiten suchen, durch die nichts nach außen dringt. „Da braucht man teilweise ganz spezielle Gewebe, zum Beispiel aus Edelstahl, die wesentlich robuster sind“, weiß der Südlohner.

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Insgesamt läuft das Geschäft gut. „Ich bin ganz zuversichtlich für die Zukunft“, verrät Stefan Demes. Problemlösungen wie ein Insektenschutz würden seiner Ansicht nach auch nach Corona weiterhin gebraucht. „Das Thema ist so komplex, dass Fensterhersteller davon die Finger lassen“, schildert er seine Erfahrungen.

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