Grenzen erkennen und überschreiten

15.07.2008, 18:26 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Künstler der Gruppe KIM - im Bild mit Museumsleiter Wim Scholtz (l.) - haben "Grenzfragen" thematisiert. privat</p>

<p>Künstler der Gruppe KIM - im Bild mit Museumsleiter Wim Scholtz (l.) - haben "Grenzfragen" thematisiert. privat</p>

Südlohn "Wo ist die Grenze?" Mit dieser Frage haben sich zehn Mitglieder der "Westfälischen Künstlergruppe KIM (Kunst ist mehr)" gedanklich und gestalterisch beschäftigt und einige Ergebnisse zu diesem Thema gleich grenzüberschreitend in im Museum Freriks in Winterswijk ausgestellt. "Bei jeder Ausstellung versuchen wir, das Thema auf den jeweiligen Ort zu beziehen", erklärt die Südlohner Künstlerin Gabriele Templin-Kirz.

Das ist auch in diesem Fall wieder gelungen: Denn die deutsch-niederländische Staatsgrenze liegt nach wie vor zwischen den aus dem Kreis Borken stammenden Künstlern und dem niederländischen Museum - auch wenn sie heute nicht mehr alltäglich spürbar ist. "Wie vielfältig uns Grenzen begegnen können oder sie sich einfach auflösen, erleben die Besucher beim Gang durch die Ausstellung im Obergeschoss des Museums", so Templin-Kirz. Zu sehen sind dort eigens für die Ausstellung geschaffene Texte, Gemälde, Skulpturen, Glaskunst und Fotoarbeiten von Gunter Gruna (Bocholt), Marianne Bellenhaus, Monika Sartisson, Irmgard Teroerde (Borken), Heidi Baum, Gudrun Issel, Reinhard Tempelmann (Gescher), Rita Hüning (Heiden), Birgit Kölking (Raesfeld) und Gabriele Templin-Kirz.

Dabei geht es in den Werken nur zum Teil um reale Grenzen in Form von Schlagbäumen. Auch landschaftliche Abgrenzungen wie Himmel-Meer-Landschaft, Gegensätze zwischen alt und neu oder Distanzen in zwischenmenschlichen Beziehungen werden thematisiert. Dabei müssen auch die Besucher selbst ihre herkömmliche Art der Wahrnehmung überwinden, wenn etwa Werke auf dem Fußboden zwingen, von der geraden in die gebeugte Position zu wechseln. Denn: "Unser Anliegen ist es immer, den Betrachter einzubeziehen und zu motivieren, sich seine eigenen Gedanken zu machen." kh/pd

Die Ausstellung im Museum Freriks (Groenloseweg 86) ist bis zum 31. August di bis fr von 10 bis 17 Uhr, sa und so von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Eine weitere Schau einer zweiten Gruppe von KIM-Künstlern ist September bis November zu sehen.

www.kim-kunst.de

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