Erdrutsch sorgt in Südlohn für völlig neue Verhältnisse

Kommentar

Südlohn hat einen neuen Bürgermeister und einen völlig neuen Rat. Lesen Sie dazu einen Kommentar

Südlohn

, 13.09.2020, 21:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit versteinerter Miene verfolgte der CDU-Bürgermeisterkandidat Frank Engbers (hier mit seiner Frau Mireille) die Auszählung der Stimmen. Am Ende musste die CDU eine Erdrutsch-Niederlage verkraften.

Mit versteinerter Miene verfolgte der CDU-Bürgermeisterkandidat Frank Engbers (hier mit seiner Frau Mireille) die Auszählung der Stimmen. Am Ende musste die CDU eine Erdrutsch-Niederlage verkraften. © Stephan Rape

Die jahrzehntelange Erfahrung in der Verwaltung hat gegen den Blick aus der Wirtschaft und die Bürgerbeteiligung gewonnen. Zumindest wenn man auf die Ergebnisse der Bürgermeisterwahl schaut. Werner Stödtke, parteiloser Kandidat aber von drei Fraktionen aus Südlohn und Oeding unterstützt, hat einen lupenreinen Start-Ziel-Sieg hingelegt. Seine absolute Mehrheit stand zu keiner Zeit der Wahlauswertung zur Debatte.

Spannend wird, wie sich der neue Bürgermeister Werner Stödtke Mehrheiten für seine Ideen organisiert. Denn auch die drei Fraktionen UWG, SPD und FDP, die ihn im Wahlkampf unterstützt haben, kommen auf keine absolute Mehrheit.

Mehrheiten müssen im neuen Rat immer wieder gesucht werden.

Ganz klar haben die Wählerinnen und Wähler in Südlohn und Oeding aber der absoluten Mehrheit der CDU einen Riegel vorgeschoben – auch wenn bisher schon viele Abstimmungen einstimmig.

Den eigentlichen Achtungserfolg aber hat die WSO mit viel Engagement in den Wochen vor der Wahl errungen. Sie haben aus dem Stand 22,72 Prozent der Südlohner und Oedinger von sich und ihren Zielen überzeugt. Die WSO-Mitglieder müssen nun beweisen, dass ihren Worten auch Taten folgen.

Eins ist klar: Es wird spannend in der Politik im Ort. Bleibt abzuwarten, ob das die Menschen auch nach der Wahl noch interessiert oder ob die Zuschauerplätze im Rat auch in Zukunft leer bleiben.

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