Einsatz für die Natur vor der Haustür mit dem Heimatpreis ausgezeichnet

dzHeimatpreis Südlohn

Aus einem Regenrückhaltebecken hat Jürgen Gesing ein Biotop gemacht. Und der Südlohner Imkerverein setzt sich vielfältig für die Umwelt und Umweltbildung ein. Das Engagement wurde jetzt belohnt.

Südlohn

, 08.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwei „Leuchtturmprojekte“ hat die Gemeinde Südlohn am Mittwoch vor der Ratssitzung in der Jakobihalle mit dem Heimatpreis ausgezeichnet. Jürgen Gesing, der mitten im Industriegebiet aus einem Regenrückhaltebecken ein wertvolles Biotop geschaffen hat, und der noch junge Imkerverein Südlohn dürfen sich über Preisgelder freuen.

Heimatpreis für den Einsatz für die Natur vor der Haustür verliehen

„Sehr einvernehmlich“ habe sich der Gemeinderat für die beiden Preisträger entschieden, betonte Bürgermeister Christian Vedder. Das Engagement für die Natur, die nähere Umgehung solle gewürdigt werden.

Barbara Seidensticker-Beining als Vorsitzende des Kulturausschusses übernahm die Ehrung der Preisträger. Neun Vorschläge habe es für den Preis gegeben, aber die Entscheidung im Kulturausschuss sei „ratz fatz“ gegangen. „Beide verkörpern perfekt das Thema Heimat-Natur“, so Seidensticker-Beining. Dieses Thema hatte der Rat zuvor für die Vergabe des vom Land NRW vergebenen Heimatpreise für das Jahr 2020 gewählt.

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Jürgen Gesing habe es geschafft, Natur und Industrie miteinander zu verbinden. „Es ist eine kleine Oase geworden“, lobte Barbara Seidensticker-Beining. Besonders habe die Kommunalpolitiker aber auch überzeugt, dass den Kindern bei ihren Besuchen dort ein Verständnis für die Biodiversität vermittelt werde.

Das gelte auch für den Imkerverein, der ebenfalls oft Kinder zu Besuch habe. „Sie leisten einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung einer gesunden Umwelt und Landschaft“, fasste Barbara Seidensticker-Beining zusammen.

Mit 3000 Euro ist der erste Preis dotiert. Petra Gesing nahm den Preis für ihren erkrankten Mann entgegen, zusammen mit Mitstreiter Dirk Igel. „Das Geld geht eins zu eins in das Biotop“, richtete Petra Gesing von ihrem Mann aus. Dirk Igel ergänzte, dass von dem Geld auch Schautafeln angeschafft werden sollten.

Jürgen Gesing hatte vor ein paar Jahren die Idee für das Biotop rund um das Regenrückhaltebecken an der Daimlerstraße in Oeding. Mit vielen Helfern hat er sie umgesetzt.

Jürgen Gesing hatte vor ein paar Jahren die Idee für das Biotop rund um das Regenrückhaltebecken an der Daimlerstraße in Oeding. Mit vielen Helfern hat er sie umgesetzt. © Stephan Rape (A)

Für den Imkerverein waren Ottmar Roswora, Dietlind Geiger-Roswora, Frank Hülsdünker und Frank Engbers zur kleinen feierlichen Übergabe in die Jakobihalle gekommen. Mit 2000 Euro ist der zweite Platz beim Heimatpreis verbunden. „Wir haben viele Ideen“, sagte Ottmar Roswora. Ein wichtiges Ziel sei, bei Besuchen in Schulen und Kindergärten den Kindern die Angst vor der „stechenden Biene“ zu nehmen.

Imker Ottmar Roswora freut sich, wenn er Infos über Bienen, Natur und Umwelt an Kinder und Erwachsene weitergeben kann. Er war 2018 Mitgründer des nun ausgezeichneten Imkervereins.

Imker Ottmar Roswora freut sich, wenn er Infos über Bienen, Natur und Umwelt an Kinder und Erwachsene weitergeben kann. Er war 2018 Mitgründer des nun ausgezeichneten Imkervereins. © Stephan Rape (A)

Wegen der Corona-Pandemie ist diese Arbeit in diesem Jahr zu kurz gekommen. Aber der erst 2018 gegründete Verein mit seinen aktuell 36 Mitgliedern habe viel vor, versicherten die Imker.

Am Biotop steht auch ein Bienenstock

Und zum Ende der kleinen Feierstunde durften die Kommunalpolitiker noch feststellen, dass sich bei der Preisvergabe auch ein Kreis schloss: Einer der Imker des Vereins hat einen Bienenstock mit einem Volk an das Biotop am Regenrückhaltebecken hinter den Hallen an der Daimlerstraße gestellt.

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