Eine Million für Sporthalle

Noch ein Großprojekt

Mit einem weiteren Großprojekt neben dem Teilneubau der St.-Vitus-Grundschule hat sich der Haupt- und Finanzausschuss am Mittwochabend befasst: Rund eine Million Euro wird die Sanierung der Dreifachturnhalle an der Roncalli-Schule in der Doornte mindestens kosten.

SÜDLOHN

, 23.02.2017, 18:41 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eine Million für Sporthalle

Die Turnhalle der Roncalli-Schule muss saniert werden. Dabei soll es auch eine Schadstoffsanierung der Hallendecke geben. Rund eine Million Euro hat die Verwaltung dafür im Haushalt vorgesehen.gehring

Im Entwurf für den Haushalt 2017 steht die Sanierung der Turnhalle mit dem Betrag von einer Million Euro als "zukünftig" veranschlagt. Wie das zu verstehen sei, wollten die Ausschussmitglieder von der Verwaltung wissen. Bauamtsleiter Dirk Vahlmann führte aus, dass bei den im Vorjahr durchgeführten Schadstoffuntersuchungen herausgekommen sei, dass in der Decke künstliche Mineralfasern verwendet wurden, die in dem Verdacht stehen, gesundheitsgefährdend zu sein. Diese Sanierung müsse auf die ohnehin schon veranschlagten Kosten für die Sanierung der großen Halle noch aufgeschlagen werden.

Der Ausschuss hat dem Gemeinderat nun empfohlen, in diesem Jahr 70000 Euro für die Planung dieser Sanierungsmaßnahme in den Haushalt einzustellen. Im Haushalt für 2018 soll dann die Sanierung der Sporthalle durchgeführt und dafür ein Betrag von einer Million Euro veranschlagt werden.

Schul-Neubau

Bei den Schadstoffuntersuchungen im vergangenen Jahr wurden auch im Alt- und Neubauteil der St.-Vitus-Grundschule Belastungen gemessen (wir berichteten). In dem älteren Trakt der Grundschule sind die Schadstoffbelastungen nicht besorgniserregend. Dort soll punktuell saniert werden. Im jüngeren Teil der Schule am Südwall wurden erhebliche Schadstoffbelastungen festgestellt. Der Rat hat Ende 2016 entschieden, den Trakt abzureißen und einen Neubau zu erreichten. Dafür sind in der Haushaltsplanung bisher insgesamt vier Millionen Euro vorgesehen, eine Million Euro in diesem Jahr und drei Millionen Euro im Jahr 2018.

Auf die Kosten achten

Fraktionen und Verwaltung haben in dieser Woche eine Arbeitsgruppe gebildet, die Abriss und Neubau begleiten soll. In der Sitzung ging es darum, wie über die Haushaltsmittel verfügt werden kann. CDU-Fraktionsvorsitzender Hermann-Josef Frieling schlug vor, 50.000 Euro freizugeben, damit die Verwaltung arbeiten kann. Der Rest solle mit einem Sperrvermerk versehen werden. "Wir müssen auf die Kosten achten, das ist unsere Aufgabe", betonte Frieling. "Wir können auch mit allem über 10.000 Euro in den Rat gehen", schlug Bürgermeister Christian Vedder vor. Bauamtsleiter Dirk Vahlmann warnte: "Dann ist unsere Arbeit zum Beispiel im Sommer blockiert, wenn der Rat nicht tagt". "Wir behindern uns doch selber", meinte Barbara Seidensticker-Beining (SPD) zu der Diskussion. Der Ausschuss hat sich dann dafür ausgesprochen, dass die Projektgruppe, der Vertreter von Verwaltung und Ratsfraktionen angehören, kurzfristig Mittel freigeben kann, damit das Projekt Teilneubau der St.-Vitus-Grundschule zügig auf den Weg kommt.

Container für den Unterricht?

In der Projektgruppe soll auch die Frage der Unterbringung der Schüler entschieden werden. Der Rat hat beschlossen, dass der Unterricht möglichst kurzfristig das schadstoffbelastete Gebäude verlassen sollen. Im Rathaus wird auch darüber nachgedacht, an der Schule Unterrichtscontainer aufzustellen. Kosten pro Jahr laut Verwaltung: Rund 65.000 Euro. Michael Schichel (CDU) schlug vor, auch den Ankauf von Containern oder eine Lösung in Holzrahmenbauweise zu darauf zu prüfen, ob das nicht kostengünstiger sei. Auch das wurde vom Ausschuss an die Projektgruppe delegiert.

 

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