Eine Brücke für Oeding, ein neuer Bauhof und neue Planungen für das Mühlenwehr in Südlohn

Bauausschuss

Wie kann das Baugebiet Burloer Straße-West näher an den Ortskern rücken? Eine Brücke wird geplant. Das nächste Millionenprojekt für die Gemeinde. Die Pläne werden am Mittwoch vorgestellt.

Südlohn

, 18.02.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Schlinge ist nur wenige Meter breit, doch für die Anwohner im Neubaugebiet Burlo-West stellt sie eine unüberwindbare Barriere dar. Der Bauausschuss spricht am Mittwochabend darüber, wie eine Brücke über das Flüsschen aussehen soll.

Die Schlinge ist nur wenige Meter breit, doch für die Anwohner im Neubaugebiet Burlo-West stellt sie eine unüberwindbare Barriere dar. Der Bauausschuss spricht am Mittwochabend darüber, wie eine Brücke über das Flüsschen aussehen soll. © Stephan Teine

Das Baugebiet Burloer Straße-West soll mit dem Ortskern verbunden werden. Unklar ist aber noch, wie die zukünftige Brücke für Fußgänger und Radfahrer aussehen soll.

Im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss sollen am Mittwochabend drei verschiedene Varianten vorgestellt werden. Eine kleine Brücke, mit rund zehn Metern Stützweite, die etwa in der Mitte der Schlingewiese das Flüsschen überspannen soll. Für diesen Entwurf schätzt die Verwaltung allerdings bereits, dass sie nicht genehmigt wird: Sie würde das Überschwemmungsgebiet deutlich einschränken.

Ein zweiter Entwurf sieht eine Rad- und Fußwegbrücke westlich der Jakobi-Halle vor. Die Pfeiler für diese Brücke würden knapp 60 Meter auseinander stehen. Wasserrechtlich könnte sie genehmigt werden, allerdings liegen die geplanten Baukosten bei rund 525.000 Euro.

Eine große Brücke statt zwei einzelner Projekte

Deswegen hat die Verwaltung eine dritte Variante ins Auge gefasst: Der Rad- und Fußweg soll zusammen mit der ohnehin geplanten Straßenbrücke zwischen dem Panofen, Pfarrer-Becker-Straße und dem anderen Schlingeufer gebaut werden. Diese Brücke sei ohnehin geplant. Für den Radweg müsse daher keine separate Brücke gebaut werden. Die Gesamtkosten liegen für diese Variante bei rund 2.230.800 Euro. Planungs- und Baunebenkosten sind darin noch nicht enthalten.

Bevor sich der Ausschuss am Mittwochabend jedoch mit diesem Thema beschäftigt, werden die Mitglieder den Bauhof der Gemeinde besuchen. Wie berichtet, sind die Gebäude dort zu klein und in teils schlechtem Zustand. Große Risse ziehen sich durch eine Wand, die Dachkonstruktion musste bereits abgestützt werden.

Politiker machen sich ein Bild vom Zustand am Bauhof

Davon wollen sich die Politiker vor Ort ein Bild machen. Im weiteren Verlauf der Sitzung sollen dann Planungskosten für einen Neubau freigegeben werden. Zunächst geht es um 50.000 Euro. Die sind aktuell bereits im Haushalt der Gemeinde eingeplant, allerdings noch mit einem Sperrvermerk versehen. Die Planung soll an ein externes Büro vergeben werden. Für den Neubau müsste auch das Gelände erweitert werden.

Auch das Thema Raue Rampe, der angedachte Umbau des Mühlenwehrs in Südlohn, kommt an diesem Abend wieder auf die Tagesordnung. Nach einer Anwohnerversammlung am Dienstagabend soll dort über den aktuellen Planungsstand sowie die Sorgen und Anregungen der Anwohner gesprochen werden.

Die Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses beginnt zunächst um 17 Uhr mit der Besichtigung der Gebäude am Bauhof der Gemeinde, Doornte 27. Im Anschluss daran kommen die Politiker im Ratssaal, Winterswyker Straße 1, für den Rest der Tagesordnung zusammen.

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