Diese Fallen hängen an den Eichen, hier an der Ramsdorfer Straße. Die Bauhofmitarbeiter kontrollieren aktuell schon die Bäume auf den Befall mit Eichenprozessionsspinnern hin und hängen nach und nach Säcke an die Fallen. © Markus Gehring
Eichenprozessionsspinner

Eichenprozessionsspinner: Bauhofmitarbeiter kontrollieren die Bäume

Die Bäume werden grün, der Sommer rückt näher – für den Bauhof der Zeitpunkt, um nach dem lästigen Eichenprozessionsspinner Ausschau zu halten. Dessen Brennhaare können Allergien auslösen.

Wie bereitet sich die Gemeinde Südlohn auf den Eichenprozessionsspinner vor? In den vergangenen Jahren hat der Nachtfalter, dessen Brennhaare für Menschen und Tiere gefährlich sein können, weil er allergische Reaktionen auslösen kann, für viel Aufwand gesorgt.

Auch für dieses Haushaltsjahr sind 12.000 Euro für die Bekämpfung der Raupe an den öffentlichen Plätzen, Straßen und Wegen der Gemeinde eingeplant. Ob sie nötig werden? Matthias Lüke, Leiter des Fachbereichs Ordnung und Soziales, kann zumindest aktuell eine gute Nachricht verbreiten: „Der Bauhof kontrolliert schon fleißig, bislang ohne Treffer, was ich sehr gut finde.“

Bislang noch keine Raupen an den Bäumen gesichtet

Bislang ist also noch keine der Raupen an den Eichen gesichtet worden. „Die Bäume haben letztes Jahr lange Blätter getragen, vielleicht könnte es daran liegen, dass sie zeitverzögert auftauchen“, beschreibt Matthias Lüke die Mutmaßungen der verantwortlichen Mitarbeiter.

Entlang von Radwegen oder auch an Spielplätzen oder Bushaltestellen - eben an allen öffentlichen Stellen, für die die Gemeinde zuständig ist – kontrollieren Bauhofmitarbeiter Eichen auf den Befall mit dem Eichenprozessionsspinner. Hier an der Ramsdorfer Straße sollen auch die Radfahrer vor den allergieauslösenden Brennhaaren geschützt werden: Dort hängen Fallen an den Bäumen.
Entlang von Radwegen oder auch an Spielplätzen oder Bushaltestellen – eben an allen öffentlichen Stellen, für die die Gemeinde zuständig ist – kontrollieren Bauhofmitarbeiter Eichen auf den Befall mit dem Eichenprozessionsspinner. Hier an der Ramsdorfer Straße sollen auch die Radfahrer vor den allergieauslösenden Brennhaaren geschützt werden: Dort hängen Fallen an den Bäumen. © Markus Gehring © Markus Gehring

Was wurde schon getan? Superol-EPS-Fallen sind aufgehängt. Die Säcke daran werden aktuell von den Bauhofmitarbeitern erneuert. „Wir müssen abwarten, wie es sich entwickelt, wir behalten uns vor, auch neue Fallen aufzuhängen. Je nachdem, wie der Befall ist“, so der Fachbereichsleiter weiter.

Mit Mitteln besprüht werden sollen die Eichen in Südlohn und Oeding auch dieses Jahr nicht. „Meine Bilanz ist, dass wir damit ganz gut fahren. Wir wollen, solange wie es geht, ohne Chemie auskommen“, betont Matthias Lüke. Artenschutz und Artenvielfalt seien ein wichtiges Thema, und die Mittel wirkten halt nicht nur gegen den Eichenprozessionsspinner.

Gespinste werden abgesaugt – in höheren Regionen von Unternehmen

Der Fachbereichsleiter erhielt im Januar Rückendeckung vom Umweltausschuss für diese Vorgehensweise. Wenn ein Baum befallen ist, werden die Raupen und ihre Gespinste abgesaugt und fachgerecht vernichtet. Dort, wo sie im Stehen herankommen und wo sie es sich zutrauen, saugen Bauhofmitarbeiter die Gespinste ab. Natürlich in Schutzkleidung.

Für alle befallenen Stellen über Kopfhöhe gibt es Fachunternehmen, mit denen die Gemeinde seit Jahren vertrauensvoll und reibungslos zusammenarbeite. „Da haben wir schon Zeiträume gebucht“, erklärt Lüke. Sicher ist sicher.

Befallene Bäume können bei der Gemeinde gemeldet werden

Nach wie vor gelte: Wer befallene Bäume an öffentlichen Plätzen sieht – ob Spielplätze, Bushaltestellen, Radwege – kann sich gerne an die Gemeinde Südlohn wenden, Tel. (02682) 5820, und diese melden. „Wir können dann nicht innerhalb von zwei Stunden vor Ort sein“, betont Matthias Lüke. Aber auch am Wochenende sei gewährleistet, dass dann die Rufbereitschaft schon einmal dafür sorge, dass der betreffende Bereich abgesperrt wird. Nach wie vor gilt: Für die Behandlung befallener Bäume auf Privatgrundstücken ist der Eigentümer zuständig.

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Redaktion Ahaus
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Anne Winter-Weckenbrock

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