Bürgermeisterkandidaten mögen Baubeginn der Umgehung nicht abschätzen

dzPodiumsdiskussion

Wann kommt die Ortsumgehung für den Ortsteil Oeding? Drei Bürgermeisterkandidaten wollen das Projekt vorantreiben, trauen sich eine Schätzung über den Baubeginn aber noch nicht zu.

Südlohn

, 09.09.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wenn es ein Bauprojekt gibt, dass in der Gemeinde seit Jahrzehnten immer wieder diskutiert wird, dann ist es die geplante Umgehungsstraße für den Ortsteil Oeding. Die Planung liegt längst nicht mehr im Rathaus an der Winterswyker Straße.

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Trotzdem: Was wollen die Bürgermeisterkandidaten für Südlohn und Oeding tun, damit der Bau voran geht? Auf der Podiumsdiskussion der Münsterland Zeitung in der Jakobihalle haben wir nachgefragt.

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Südlohner Bürgermeisterkandidaten zur geplanten Ortsumgehung in Oeding

Zu klaren Standpunkten oder gar einer Schätzung zum Baubeginn mochten sich die drei Kandidaten dann aber doch nicht hinreißen lassen.

Alle müssen an einem Strang ziehen

Werner Stödtke (parteilos): „Die Ortsumgehung wird dann gebaut, wenn wirklich alle Leute mal an einem Strang ziehen. Wenn Rat, Verwaltung und auch die Mehrheit der Bürgerschaft voll dahinter stehen. Das hat bisher die Sache ein bisschen ausgebremst. Da muss dringend gehandelt werden. Wir brauchen eine Einheitlichkeit, damit es voran geht.“

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Maik van de Sand (WSO): „Ich glaube nicht, dass wir das beeinflussen können, weil das bei anderen Behörden liegt. Wir müssen jetzt nur sehen, dass die Personen mitgenommen werden, die die Einwendungen eingereicht haben. Da müssen mögliche Problemlagen beseitigt werden, damit es nicht zu den Klageverfahren im Planfeststellungsbeschluss kommt. Dadurch würden wir die Ortsumgehung in Oeding bekommen können. Wenn jetzt noch Klageverfahren kommen, ist die Zeit nicht mehr abzusehen.“

Planfeststellung für 2021 auf dem Plan

Frank Engbers (CDU) setzte erst zu einer klaren Position an, ließ den Baubeginn dann aber doch lieber offen: „Sie wird kommen. Davon bin ich fest überzeugt. Ich hab mit Hendrik Wüst (CDU, NRW-Verkehrsminister, Anm. d. Redaktion) darüber gesprochen. Wir sind ja gerade im vierten Deckblattverfahren und mussten noch einmal nachjustieren wegen der EU-Wasserrahmenrichtlinie. So konkret ist das. Wenn wir 2021 das Planfeststellungsverfahren hinbekommen, bin ich guten Mutes, dass wir... Nein, den Satz führe ich nicht zu Ende.“

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