Bürgermeister Werner Stödtke legte zum Gedenken an die Opfer der Pogromnacht und des Holocausts ein Blumengesteck auf dem Platz der Synagoge nieder. © Georg Beining
Stilles Gedenken

Bürgermeister Werner Stödtke setzt am Platz der Synagoge ein Zeichen

Die Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht am Montag musste wegen Corona abgesagt werden. Aber in Südlohn wurde mit Blumen und Kerzen sichtbar gemacht, dass die Opfer nicht vergessen sind.

Wie andernorts auch, musste die Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht mit Reden und Musik am Montagabend wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Um dennoch ein Zeichen zu setzen, legte Bürgermeister Werner Stödtke auf dem Platz der Synagoge in stillem Gedenken ein Blumengesteck nieder.

Im Anschluss besuchte der Bürgermeister mit Markus Wellermann, dem Leiter der Musikschule Südlohn, den jüdischen Friedhof in Südlohn. Auch dort spielte Markus Wellermann ebenso wie am Platz der Synagoge mit der Trompete ein jüdisches Musikstück im Gedenken an die Opfer der Novemberpogrome und des Holocausts.

Stolpersteine gereinigt

Franz-Josef Rickers hatte zuvor für den „Arbeitskreis für Toleranz gegen Rechtsextremismus und Gewalt“ alle Interessierten dazu aufgerufen, jeder für sich oder im Familienverband im stillen Gedenken zur Stele oder auf den Friedhof zu gehen. Der Arbeitskreis hatte dafür gesorgt, dass der jüdische Friedhof durch Flammschalen illuminiert war.

Auch hatten Arbeitskreis-Aktive zuvor die in Südlohn verlegten Stolpersteine gereinigt und am Montag mit leuchtenden Kerzen und weißen Rosen geschmückt. So konnte jeder der jüdischen Mitbürger gedenken, die zu Zeiten des Naziregimes ermordet wurden. In der Nacht vom 9. auf den 10. November gab es auch in Südlohn vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen jüdische Mitbürger.

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Anne Winter-Weckenbrock

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