Heimatverein Südlohn

Bronzegusstafeln sollen auf bedeutende Punkte aufmerksam machen

Der Heimatverein Südlohn möchte zwei Bronzegusstafeln aufstellen und damit auf historisch bedeutsame Punkte in der Gemeinde aufmerksam machen. Die Planungen sind fast abgeschlossen.
Das Innere der Kirche mit den 1961 wiederentdeckten spätgotischen Gewölbemalereien © Ulrich Söbbing

Mit Bronzegusstafeln möchte der Heimatverein Südlohn bald auf zwei besondere Punkte aufmerksam machen. Das teilt der Heimatverein in einer Pressemitteilung mit.

Zum einen geht es um die St.-Vitus-Pfarrkirche. „Die Kirche ist nicht nur ein Ort des Glaubens und der Besinnung, sie bestimmt auch als historischer und städtebaulicher Mittelpunkt das Bild der Gemeinde“, heißt es in der Mitteilung. Sie sei das älteste und bedeutendste Denkmal der Gemeinde.

Zahlreiche Informationen zur Geschichte der St.-Vitus-Pfarrkirche

So wird es auch auf der Bronzegusstafel stehen, für die es nun einen ersten Entwurf gibt. Zu sehen sind zwei Bilder. Eines zeigt die Kirche im Jahr 1920 mit ihrem romanischen Turm und dem spätgotischen Langhaus vor der Erweiterung im Jahr 1936. Das zweite Bild zeigt die Kirche in ihrem heutigen Zustand.

Daneben gibt es zahlreiche Informationen zu der Pfarrkirche, zum Beispiel auch zu den spätgotischen Gewölbemalereien, die erst 1961 wiederentdeckt und restauriert wurden. Es seien die umfangreichsten Gewölbemalereien des Münsterlandes, die „exemplarische Bedeutung für die Geschichte der Wandmalerei der ganzen Region“ haben, so der Heimatverein.

Und weiter: „Eine prachtvoll geschnitzte, barocke Kanzel von 1730 und weitere mittelalterliche Kunstwerke wie die Strahlenmadonna oder der schlichte gotische Taufstein aus der Mitte des 15. Jahrhunderts prägen den Innenraum. Die 1838 von Orgelbaumeister Johann Kersting geschaffene Orgel zeichnet sich dadurch aus, dass Pfeifen, Windladen, Blasebälge und Gehäuse original erhalten blieben.“

Ehemalige Begräbnisstätte auf dem heutigen Kirchplatz

Genau das ist der Grund für die geplanten Bronzegusstafeln. Der Heimatverein möchte damit das Kulturgut der Gemeinde für alle sichtbar beschreiben. Die zweite Tafel soll am Kirchplatz aufgestellt werden und auf den ehemaligen Friedhof dort aufmerksam machen.

Bis zum Jahr 1807 haben die Südlohner auf dem Kirchplatz ihre Toten begraben. Im Entwurf für die Tafel heißt es weiter: „Von 1807 bis 1928 wurden die Verstorbenen im Bereich der heutigen Ehrenmalanlage bestattet, bevor der neue Friedhof an der Friedhofstraße eröffnet wurde.“

Die Entwürfe für die beiden Bronzegusstafeln hat der Heimatverein mit Pfarrer Stefan Scho, dem Kirchenvorstand und der Glocken- und Kunstguss-Manufaktur Petit und Gebrüder Edelbrock abgestimmt. Zurzeit ist der Heimatverein dabei, die Finanzierung sicherzustellen und sieht sich dabei auf gutem Weg, heißt es in der Pressemitteilung. Die Verwirklichung ist für die erste Jahreshälfte 2021 vorgesehen.

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.