Bauausschuss: Grünannahmestelle soll im Gemeindegebiet eingerichtet werden

dzGrünannahme in Südlohn

Einigkeit im Bauausschuss: Eine Grünannahmestelle soll im Ort eingerichtet werden. Die SPD hatte einen Antrag gestellt, das bei den Verhandlungen über einen Wertstoffhof zu berücksichtigen.

Südlohn

, 29.09.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Juli hatte sich der Gemeinderat mit dem Projekt „Wertstoffhof für die Gemeinde“ beschäftigt. Nun kam das Thema wieder auf die politische Tagesordnung: Die SPD wollte festgezurrt wissen, dass eine kostenlose Grünannahmestelle auf jeden Fall innerhalb der Gemeinde eingerichtet werden soll.

Laub von öffentlichen Bäumen muss auch entsorgt werden

„Uns liegt das am Herzen. Wir brauchen konkret eine Stelle hier im Ort, nicht eine Prüfung, wo“, bezog sich Sabrina Späker (SPD) auf die im Juli vereinbarte Vorgehensweise. Die SPD ging in ihrem Antrag darauf ein, dass es auch viele Bäume im öffentlichen Raum gebe und es erwartet werde, dass die Anlieger das anfallende Laub entsorgen. „Viele weisen aber zu Recht darauf hin , dass ihre Biotonnen für die Laubmenge zu klein sind“, heißt es im SPD-Antrag.

„Wenn die Bürger das Laub und andere Gartenabfälle kostenlos abgeben können, wird auch die Akzeptanz für Bäume im öffentlichen Raum wieder steigen“, argumentieren die Südlohner Sozialdemokraten. Auch die Zahl wilder Deponien mit Rasenschnitt im Wald würden wohl abnehmen.

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Alois Kahmen (CDU) merkte an, dass man sich ja im Juli schon einig gewesen sei, dass es nur im Ort gehe. Jörg Battefeld (UWG) nannte den Antrag aber eine „gute und praktikable Idee“. Weil es aber um Verhandlungen gehe, solle im nicht-öffentlichen Teil ausführlicher gesprochen werden.

Im Ziel, dass es eine Grünannahmestelle und auch einen Wertstoffhof auf dem Gebiet der Gemeinde Südlohn geben solle, waren sich die Bauusschusssmitglieder am Ende aber einig.

Wie hier in Legden, hätten auch die Südlohner gerne einen Wertstoffhof vor Ort, so sie schnell und ohne Umstände ihren Grünabfall entsorgen können. Die Kosten würden über die Müllgebühren abgerechnet.

Wie hier in Legden, hätten auch die Südlohner gerne einen Wertstoffhof vor Ort, so sie schnell und ohne Umstände ihren Grünabfall entsorgen können. Die Kosten würden über die Müllgebühren abgerechnet. © Archiv

Bürgermeister Christian Vedder sagte im Gespräch mit der Redaktion dazu, dass die Verwaltung in Gesprächen mit der Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland (EGW) und dem örtlichen Unternehmen Geuking sei, um Möglichkeiten für einen kommunalen Wertstoffhof abzuklopfen. Wenn die Südlohner und Oedinger dann ein Entsorgungsangebot in der Gemeinde haben, ist es aber nicht so, dass das für sie ganz kostenlos vonstatten geht.

Grünannahmestelle soll im Gemeindegebiet eingerichtet werden

Für einen Wertstoffhof braucht es Grundstück und Gebäude, dazu Personal und Ausstattung. Zudem müsste der Wertstoffhof ja für die gezielte und fachgerechte Entsorgung bestimmter Stoffe, die dort gesammelt werden, auch wieder Gebühren zahlen. Alles Kosten, die auf die Müllgebühren umgelegt würden, die die Südlohner und Oedinger zahlen. Aber dann mit dem Vorteil, dass zum Beispiel Grünabfall vor Ort entsorgt werden kann und dafür nicht bei der Anlieferung gezahlt werden muss.

Zum Stand der Verhandlungen wollte der Bürgermeister sich nicht weiter äußern. Aber ein möglicher Standort für einen Wertstoffhof sei durchaus die Fläche, die vor Jahren für den Standort einer Biogasanlage vorgesehen war. Die zwei Hektar große Recyclingfläche gehöre der Gemeinde.

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