Aus zwei Betrieben wird einer: Café Hüftgold zieht ins Turmhaus

dzNeuer Geschäftsführer

Das Café Hüftgold muss umziehen: An seinem bisherigen Standort im Eschlohn wurde der Pachtvertrag nicht verlängert. Doch kein Problem: Im Turmhaus findet es ein neues Zuhause.

Südlohn

, 15.07.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Café Hüftgold hat sich seit seiner Eröffnung vor einem knappen Jahr weit über die Grenzen von Südlohn hinaus einen Namen gemacht. Umso schlimmer traf Betreiber Marc Schmidt die Nachricht, dass sein Pachtvertrag nicht verlängert wird. „Ich wollte eigentlich um drei Jahre verlängern“, erklärt er. Doch der Eigentümer hatte offenbar andere Pläne.

„Das war für mich natürlich ein Schock. Dieser Laden war mein Baby“, sagt der 46-Jährige. Nachdem er den verdaut hatte, machte er sich jedoch auf die Suche nach einer Alternative. „Ich wollte unbedingt in Südlohn bleiben“, erklärt er. Und er wurde schnell fündig: bei Alexander Robers.

Betrieb im Turmhaus läuft bisher neben Hauptgeschäft

Seit fünf Jahren hat Alexander Robers das Turmhaus neben seinem eigentlichen Betrieb, Leuchten Robers, geführt. Als eine Art lebendige Ausstellung. „Neben dem Hauptgeschäft hier im Turmhaus präsent zu sein, war aber immer schwierig“, sagt Alexander Robers.

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Umso glücklicher ist er mit der neuen Entwicklung. „Ich bin einfach zu ihm in den Betrieb gegangen, habe erklärt, was ich mir vorstelle und wir waren uns auf Anhieb einig und sympathisch“, sagt Marc Schmidt.

Drei Wochen von erstem Kontakt bis zum fertigen Konzept

Das ist jetzt drei Wochen her. Und seither sind die Pläne schnell konkret geworden. Schon am 6. August möchte Marc Schmidt mit seiner Partnerin Birgitt Heine sich ganz auf das „Café Hüftgold im Turmhaus“ konzentrieren. Wie schon der Name vermuten lässt, sollen dabei beide Betriebe zu einem verschmelzen.

„Wir nehmen praktisch das Gute aus beiden Betrieben und fügen es zusammen“, sagt der 46-jährige gelernte Koch.

Will heißen: Pralinen und Schokolade aus dem Turmhaus, hausgemachte Kuchen und bodenständige aber frische Küche aus dem Café Hüftgold. Ab dann soll es im Turmhaus auch an drei Abenden pro Woche warme Küche geben. „Das ist eine tolle Ergänzung“, sagt Alexander Robers.

Wikinger-Taverne soll Angebot im Turmhaus ergänzen

Und noch etwas Neues gibt es im Turmhaus: In einem Nebenraum hat Alexander Robers mit besonderen Leuchten und Dekoelementen wie Fellen, Äxten, Helmen und Schwertern eine urige Wikinger-Taverne geschaffen.

Dort sind verschiedene Veranstaltungen denkbar.

„Ich habe schon darüber nachgedacht, dort auch Met anzubieten“, sagt Marc Schmidt. Bei einer so detailversessenen Gestaltung, habe er als Gastronom ja direkt tausende Ideen. Auch eine dauerhafte Themengastronomie sei möglich, im Moment aber noch Zukunftsmusik.

Viele Kleinigkeiten summieren sich zu einer Menge Arbeit

In den kommenden Wochen wird es im Turmhaus definitiv nicht langweilig: Einige Umbauten sind noch zu erledigen. „Ich brauche zum Beispiel noch eine andere Theke, sonst sind die Laufwege für das Personal einfach zu lang“, erklärt Marc Schmidt. Auch die Speise- und Getränkekarten müssen noch zusammengeführt werden. Viele Kleinigkeiten, die sich in der Summe aber zu einem Berg Arbeit auftürmen. „Zwei Wochen sind da natürlich sportlich, aber das schaffen wir“, sagt er zuversichtlich.

Parallel werden auch die beiden Reservierungsbücher der Lokale zusammengebracht. „Unsere Gäste sollen von der Umstellung eigentlich kaum etwas merken“, macht Alexander Robers deutlich.

Team soll im August zusammenwachsen

Im August soll dann auch das Personal zu einem Team verschmolzen werden. „Wir wollen für jeden eine Lösung finden“, sagt Alexander Robers.

Das Café Hüftgold an seinem bisherigen Standort im Eschlohn wird nun langsam auslaufen. „Einige Veranstaltungen habe ich noch, ab 6. August konzentriere ich mich aber komplett auf das Turmhaus“, sagt er – und ist gedanklich schon wieder einen Schritt weiter: „Der kleine Garten am Turmhaus ist total schön. Aber ich habe schon eine Idee für eine große Außenterrasse“, sagt er. Das ist aber ein Plan, den sie definitiv erst nächstes Jahr angehen wollen.

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