Diese Gruppe Radler aus Rhede ließ es sich in Nagels Biergarten bei einer Pause gutgehen. © Georg Beining
Rad-Event

Auch Hüttentour der etwas anderen Art wird zum Selbstläufer

Offiziell wurde die Hüttentour bereits das zweite Jahr in Folge wegen Corona abgesagt. Doch ganz verzichten musste niemand auf das beliebte Event, wie unser Besuch vor Ort eindrucksvoll zeigt.

Ob etwas zu einem so genannten „Selbstläufer“ geworden ist, lässt sich ganz einfach daran erkennen, dass es funktioniert, auch wenn dafür keine Werbung gemacht wird. Die Hüttentour, die seit Jahren immer am ersten Junisonntag in der Doppelgemeinde stattfindet, ist ein Beispiel für so einen Selbstläufer.

Offiziell ist sie nun schon wegen der Pandemie als Veranstaltung zum zweiten Mal hintereinander abgesagt worden. Ob und wohin die Menschen am vergangenen Sonntag zu radeln gedachten, blieb daher ihnen überlassen. Allerdings hatten trotz offizieller Absage einige Wirte auf dem Areal ihrer Gaststätten einiges an „Hüttentour-Hardware“ bereitgestellt.

Neuer Burggarten vor Burghotel Pass

Der neue Burggarten vor dem Burghotel Pass in Oeding war rechtzeitig fertig geworden und für Angelika Heinze und ihre Sechsergruppe aus Siegen ist der Fall ohnehin klar: „Wir kommen jedes Jahr zur Hüttentour. Das ist ein fester Termin in unserm Radel-Jahreskalender.“

Sie kamen bereits zum vierten Mal und sind nun seit drei Tagen mit ihren Rädern unterwegs. Die Hüttentour ist stets der absolute Höhepunkt ihrer Rundreise. Vom neuen Burggarten sind sie begeistert: „Das ist wirklich eine schöne Alternative.“ Zumindest kulinarisch ist einiges von der klassischen Hüttentour der vergangenen Jahre erhalten geblieben: Im Burggarten gibt es wie früher die „Ritterbrötchen“ und die gute alte Currywurst.

Nicole Terhörne und Mitarbeiter Paul Brand versorgten die hungrigen Radler mit bajuwarische Spezialitäten.
Nicole Terhörne und Mitarbeiter Paul Brand versorgten die hungrigen Radler mit bajuwarische Spezialitäten. © Georg Beining © Georg Beining

Helmut und Nicole Terhörne haben den Garten ihrer Südlohner Gaststätte am Weseker Weg in einen urgemütlichen Biergarten verwandelt. In der bayrischen Gaudihütte werden bajuwarische Spezialitäten angeboten. Und dieser Biergarten soll keine Eintagsfliege bleiben. Nicole Terhörne versichert: „Wir werden den Biergarten die komplette Saison betreiben.“

Radler legen Pause ein

Im Biergarten des Hotels Nagel im Ortskern sitzt derweil eine gut gelaunte Gruppe von Radlern. Heiner Rottstegge, der Wortführer, und seine Mitfahrer stammen aus Rhede und sind auf der letzten Etappe ihrer Mehrtagestour von 240 Kilometern, die sie über Alstätte, Rheine und Legden nun nach Südlohn in Christian Nagels Biergarten geführt hat.

Die Radler aus Rhede halten es ähnlich wie die Siegener im Pass’schen Burggarten. „Die Hüttentour ist natürlich ein Muss für jeden Radfahrer“, erklärt Heiner Rottstegge, und seine Mitfahrer stimmen lebhaft zu.

Vierter im Bunde bei „Hüttentour meets Corona 2.0“ ist dieses Mal die „Coco-Bar“ an der Ramsdorfer Straße. Stefan Telöken und seine Leute bieten unter anderem Cocktails und Kaffeespezialitäten an. Und auch dort treten die vielen gut gelaunten Besucher den Beweis an, dass Südlohns Hüttentour in der Tat längst den Selbstläufer-Status erlangt hat.

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