Annika Peek stürzt sich ins Abenteuer Tansania

Freiwilliger sozialer Dienst

Nicht mehr lange, dann geht es Mitte August für Annika Peek aus Südlohn in eine neue Welt. Die 18-jährige wird für ein Jahr einen freiwilligen sozialen Dienst in Tansania leisten.

SÜDLOHN

von pbm

, 17.07.2015, 18:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Annika Peek stürzt sich ins Abenteuer Tansania

Annika Peek steht schon in den Startlöchern für ihren freiwilligen Dienst in Tansania.

Träger des Dienstes ist das Bistum Münster. Neben Annika engagieren sich dieses Jahr weitere 25 Freiwillige in Afrika oder Lateinamerika. "Ich habe richtig Lust, mich selbst besser kennenzulernen und dabei anderen etwas Gutes zu tun", sagt Annika. Zusammen mit einem weiteren Freiwilligen wird Annika in einer Schule Sport- und Computerunterricht geben. Unter den Schülern der englischsprachigen Schule sind bis zu 15 Prozent Waisenkinder. Nachmittags werden die Freiwilligen in einem Waisenhaus arbeiten.

"Ich würde gerne mit den Kindern Fußball spielen, und wir haben uns überlegt, Spielzeug, das wir aus Deutschland kennen, mit den Waisen zu basteln", erzählt Annika. Derzeit spielt die Abiturientin in ihrer Freizeit bis zu viermal die Woche Fußball im Verein. In Tansania werden die beiden Freiwilligen auch eine Stunde am Tag Swahili lernen, die Nationalsprache des Landes. "Wenn ich die Sprache nach dem Jahr nicht könnte, wäre ich schon enttäuscht", sagt Annika.

Dieses Jahr machte Annika ihr Abitur am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Stadtlohn. Sie wuchs zusammen mit ihrem älteren Bruder, der eine Ausbildung als Industriekaufmann macht, auf. "Er und meine Mutter wollen mich wahrscheinlich während meiner Zeit in Tansania besuchen kommen", sagt Annika.

Etwas Neues kennenlernen

"Ich wollte unbedingt einmal raus und etwas Neues kennenlernen, das steht schon seit zwei Jahren fest", erzählt sie entschlossen. Auf die Freiwilligendienste des Bistums Münster hat sie eine Nachbarin aufmerksam gemacht. Diese habe sehr über ein Jahr geschwärmt, das sie in Peru verbracht habe. "Das hat mir den letzten Kick gegeben", sagt Annika.

Und als sie dann noch ein Praktikum bei der evangelischen Jugendhilfe in Rhede machte, war es endgültig klar: "Vorher wollte ich immer Polizistin werden, nach dieser intensiven Erfahrung wusste ich aber, dass ich lieber im sozialen Bereich arbeiten möchte", erinnert sich Annika.

Studium in Österreich

Nach dem Jahr in Tansania will sie Psychologie studieren und das am liebsten in Österreich. "Das Land hat es mir einfach angetan, ich bin eher der aktive Typ und mag es nicht, den ganzen Tag am Strand zu liegen", sagt sie.

In Tansania wird sie mit drei weiteren Freiwilligen, die auch in der Stadt Iringa in Projekten arbeiten werden, zusammen wohnen. Vor Beginn des Auslandsjahres wurden Peek von Mitarbeitern des Bistums Münster und ehemaligen Freiwilligen auf ihren Einsatz vorbereitet.

"Ich fühle mich beim Bistum Münster vollkommen gut aufgehoben, bisher hätte es nicht besser laufen können", findet Annika. Zum Abschied hat sie eine Gartenparty für ihre Familie, Freunde und Mannschaftskolleginnen geplant. An dem Abend wird sie auch Spenden für die Projekte sammeln, in den die Freiwilligen des Bistums Münster ihren Dienst tun.

Am meisten freut sie sich auf das Leben in einer anderen Kultur. "Die Zeit möchte ich für mich nutzen, mich viel mit mir selbst beschäftigen, um mich weiter zu entwickeln", sagt die Freiwillige.

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