Abenteuer auf der "wilden" Berkel

04.07.2008, 19:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

<p>Adrenalin steigert Freude zur Euphorie: Alle freuen sich schon auf die Tour in "wilden" Gewässern. (3) Sutova</p>

<p>Adrenalin steigert Freude zur Euphorie: Alle freuen sich schon auf die Tour in "wilden" Gewässern. (3) Sutova</p>

Vreden/Oeding Es ist noch eine gute halbe Stunde bis zum Beginn der Kanu-Tour, doch viele Kinder können es am Dienstagnachmittag vor Aufregung kaum noch abwarten und üben das Paddeln schon fleißig an Land, so dass Grasbüschel in alle Richtungen fliegen. Zum dritten Mal veranstaltet die KAB Südlohn nun die Kanu-Tour. "Sie soll vor allem für Teenager attraktiver als die frühere Fahrradrallye sein", erklärt Betreuerin Angelika Meteling. Mit von der Partie sind auch Hans-Jürgen Meteling, Ludger Kappelhoff, Marco Schley, Stefan Niestegge und Julian Terbuyken.

Bevor die Boote in die Berkel herabgelassen werden, gilt es noch einmal die "Paddelregeln" durchzusprechen. Im Chor beantworten die 35 Kinder die Fragen. Besonders groß ist die Aufregung, als den Zehn- bis 14-Jährigen mitgeteilt wird, sie kämen im circa 17 Kilometer entfernten niederländischen Rekken an und müssten vier kleine Wehre passieren. "Man muss mutig sein, deswegen ist es aufregend. Ich bin schon zum dritten Mal dabei", erzählt Florian (13).

Vormittags sind 32 Kinder ab acht Jahren an der Reihe gewesen. Ihre "kleine Kanu-Tour" war sieben Kilometer weit.

Endlich werden jetzt die Boote ins Wasser gelassen und schnell werden noch Vierergruppen gebildet. Jeder will endlich in "sein" Boot und lospaddeln. Da Geduld nicht gerade zu den Stärken der Kinder zählt, wird es immer hektischer und lauter. Eine Viertelstunde und sechs Boote später wird nun auch das letzte Boot herabgelassen und auch die Letzten können erleichtert einsteigen.

Wegen der Aufregung paddelt jeder ersteinmal drauf los: Boote drehen sich um die eigene Achse, bewegen sich in die falsche Richtung oder kommen gar nicht von der Stelle. Doch bereits kurze Zeit später legt sich die Aufregung. Was aber bleibt ist das vergnügte Lachen der Kinder.

Idyllisch sehen die sich entfernenden Boote in diesem strahlenden Sonnenschein und zwischen all dem Grün aus. Ganz im Gegensatz zum vergangenen Jahr: "Es hat gestürmt und war ganz schön kühl. Trotzdem hatten die Kinder viel Spaß", erinnert sich Angelika Meteling.

Nach der circa dreistündigen Tour wird gemeinsam gegrillt, um die inzwischen sicherlich knurrenden Mägen zu besänftigen. as

Lesen Sie jetzt