Das „Chörchen“ sammelt mit musikalischer Reise Spenden für den Glockenturm

Johanneskirche

Der Glockenturm der Johanneskirche muss saniert werden. Damit das auch finanziert werden kann, hat das „Chörchen“ um Spenden gesungen. Es war der erste Auftritt überhaupt.

Südlohn

, 20.01.2020, 18:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das „Chörchen“ sammelt mit musikalischer Reise Spenden für den Glockenturm

Das Chörchen hat ein Benefiz-Konzert in der Johanneskirche gegeben. © Georg Beining

Wie viele Auftritte sie im Jahr absolvieren? Claudia Stödtke korrigiert mit einem Lächeln: „Eigentlich gar keine. Wir singen sonst nur für uns.“

Doch an diesem späten Sonntagnachmittag in der evangelischen Johanneskirche macht das „Chörchen“, wie es sich selbst nennt, eine Ausnahme. „Wir singen heute für den Glockenturm“, sagt Claudia Stödtke. „Das wird so etwas wie ein Benefiz-Konzert.“

Das „Chörchen“ sammelt mit musikalischer Reise Spenden für den Glockenturm

Die Johanneskirche war beim Konzert gut gefüllt. © Georg Beining

Dafür dass das Chörchen, das seit fast sechs Jahren existiert und aus sechs Sängerinnen und fünf Sängern besteht, so gut wie gar nicht öffentlich auftritt, hat es eine riesige Fangemeinde. Bereits um 16.30 Uhr, eine halbe Stunde vor Konzertbeginn, ist das kleine Kirchenschiff der Johanneskirche zum Bersten gefüllt. Stühle werden noch nachgeholt, zahlreiche Besucher verfolgen unter der Orgelempore das Konzert stehend.

Verbindungen zur evangelischen Gemeinde

Claudia Stödtke hat noch Zeit zu erzählen, wie und warum es zu diesem Auftritt gekommen ist: „Es ist ja bekannt, dass der Glockenturm marode ist und saniert werden muss. Da haben wir uns überlegt, mit diesem Auftritt für Spenden zu sorgen.“

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Und Maria Pass, die habe dabei auch ihre Finger im Spiel gehabt. Die Angesprochene kommt gerade durch die Eingangstür, also kann sie selbst davon berichten: „Wir haben uns angefreundet, so einfach ist das.“ Nach den wöchentlichen Chorproben im Feuerwehrhaus kommen die Sänger des Chörchens immer auf einen Schluck ins Hotel Pass, und dabei sei auch mal über so ein Benefizkonzert gesprochen worden. Maria Pass hat einen besonderen Draht zur evangelischen Kirchengemeinde, hat mal nachgehakt, und dann war alles nur noch eine Frage der Zeit und der Organisation.

Und nun ist es soweit und dieses kleine Konzert sollte zu einer absoluten Sternstunde für beide werden – für die Zuschauer und die Sänger. Die ruhen musikalisch in sich selbst, sind ganz offensichtlich glücklich, da vorn im Altarraum zusammen zu stehen und zu singen. Und sie sind in der Lage, dieses Glück auf ihre Zuhörer zu übertragen, ganz selbstverständlich und überzeugend.

Gemeinsame musikalische Reise

Dann ist nach einer knappen Stunde diese gemeinsame musikalische Reise vorbei. Die Zuschauer scheinen wie aus einem schönen Traum zu erwachen, applaudieren frenetisch. Claudia Stödtke tritt nach vorn, bittet mit einer Handbewegung um etwas Ruhe und sagt nur: „Ach, schön! Danke dafür!“

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Maria Pass kommt nach vorn zur Kanzel. „Ich habe fast keine Worte dafür“, spricht sie zu den Besuchern und appelliert an deren Spenderherzen. „Am Tag, wenn wieder die Glocke von St. Johannes im Dorf zu hören ist, machen wir alle eine Flasche Sekt auf.“

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