Corona und Schule

Land will Schulschließungen in Dortmund verbieten

Die Stadt Dortmund will mit Blick auf die aktuelle Entwicklung der Corona-Lage die Schulen bis zu den Osterferien für den Präsenzunterricht schließen. Das Land weist das allerdings zurück.
Die Schulen in Dortmund werden geöffnet bleiben, sagte am Dienstagnachmittag NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. © picture alliance/dpa

Am Dienstagmittag (16.3.) hatte Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal verkündet, dass die Stadt die Schulen für den Präsenzunterricht bis zu den Osterferien schließen will. Darüber habe man das Land informiert, das die Entscheidungsgewalt über den Schulunterricht hat.

Das Land weist die Pläne der Stadt allerdings zurück. „Ich kann mir Schulschließungen, wenn man bei einer Inzidenz unter 100 ist, nicht vorstellen“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Damit spielte er auf die kritische Marke von 100 bei der Sieben-Tage-Inzidenz an, die Anlass für weitergehende Coronaschutz-Maßnahmen in Ansprache zwischen Land und Kommunen sein soll.

Laumanns klare Ansage: „Wenn eine Stadt wie Dortmund bei einer Inzidenz von 72 als einzige Maßnahme das Schließen von Schulen einfällt, dann wird das von meinem Ministerium heute noch abgelehnt.“ Selbstverständlich könnten die Kinder in Dortmund am Mittwoch (17.3.) wieder zur Schule gehen.

„Es findet morgen in Dortmund auf Anordnung des Landes wieder Präsenzunterricht statt“, teilte auch die Stadt Dortmund am späten Nachmittag mit. Ganz aufgeben will man die Überlegungen zur Schließung der Schulen aber nicht und dem Land dazu weitere Pläne vorlegen.

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