Die Katholische Kirchengemeinde St. Marien Schwerte hält an den Präsenzgottesdiensten fest. © Reinhard Schmitz
Präsenzgottesdienste

St. Marien hält an Gottesdiensten fest: Für die Hostie darf die Maske kurz „gelüftet“ werden

Trotz des verschärften Lockdowns hält die Katholische Kirche St. Marien in Schwerte weiterhin an den Präsenzgottesdiensten fest. Ist das vertretbar? Ja, heißt es vonseiten der Gemeinde.

Der Lockdown wird bis Ende Januar verlängert, die Kontakte sollen sich nur noch auf einen Haushalt plus eine weitere Person beschränken. Dennoch: Präsenzgottesdienste dürfen – unter strengen Auflagen – weiter stattfinden.

Und damit eben auch in der Katholische Kirchengemeinde St. Marien Schwerte. Werden hier jetzt noch einmal die Hygienemaßnahmen verschärft? „Eine Verschärfung der Hygiene- und Abstandsregeln in unseren Gottesdiensten ist kaum noch möglich“, heißt es vonseiten der Gemeinde.

Es dürften ohnehin nur weniger als die Hälfte der möglichen Besucher in die Kirchen. Und es muss ein Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten werden, so die Gemeinde. „Es herrscht durchgehend Maskenpflicht und es wird nicht gesungen. Die Kirchen werden nicht geheizt, sondern gelüftet. Kontaktdaten müssen hinterlegt werden. Die Zahl der Gottesdienste wurde auf ein Mindestmaß reduziert.“

Trotz des geringen Platzangebots käme es nur selten vor, dass Besucher abgewiesen werden müssen. Obwohl viele Gemeindemitglieder auf den Besuch der Gottesdienste verzichten würden, sei er für andere immer noch ein wichtiger Teil des Lebens und „hilft ihnen, mit der gegenwärtigen Situation umzugehen“.

Präsenzgottesdienste weiterhin vertretbar?

Trotzdem bleibt die Frage: Sind Präsenzgottesdienste derzeit notwendig und verantwortbar? Die Gemeinde St. Marien hat dazu eine klare Meinung: „Ja. Nachweislich sind die Gottesdienste der großen Kirchen keine Ansteckungsherde. Bei den wenigen Ausnahmen in anderen Gemeinschaften wurden vermutlich die Regeln nicht konsequent beachtet.“

Den Kirchen sei es in den letzten Monaten oft zum Vorwurf gemacht worden, sie würden die Gläubigen im Lockdown alleine lassen. „Das ist aber nicht der Fall“, so die katholische Kirchengemeinde in Schwerte.

„Es gibt sichere Gottesdienste, manchmal sogar im Freien, das Seelsorgeteam ist jederzeit ansprech- und erreichbar.“ Wenn es die Lage zulasse, würden Gottesdienste in kleinen Gruppen im Altenheim ermöglicht. Die Krankenhausseelsorge arbeite genauso weiter wie die Mitarbeitenden der Friedensbank auf dem katholischen Friedhof.

Und auch an die Kinder werde gedacht: „Die Pfarrgemeinde hat einen eigenen YouTube-Kanal, wo speziell Angebote für Kinder gemacht werden. Alle vier Wochen werden mehrteilige Kinderseiten mit Lese-, Bastel- und Spielangeboten verschickt“, so die Gemeinde.

Besondere Maßnahmen bei Kommunionspendung

Auch auf die Kommunionspendung will man in der katholischen Kirche in Schwerte nicht verzichtet. Allerdings würden besondere Maßnahmen gelten. Priester und Mitwirkende tragen Masken.

„Unmittelbar vor der Kommunionausteilung desinfizieren sich Priester und Kommunionhelfer die Hände. Es wird auf die Spende-Formeln verzichtet, die Ausgabe erfolgt schweigend.“

Für den Verzehr der Hostien dürfe die Maske kurz „gelüftet” werden, heißt es.

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